Italien verpasst zum dritten Mal in Serie die WM. Seitdem ist die Unruhe in der Fußballnation groß. Trainer, Sportdirektor und Präsident weg, Kritik von allen Seiten und Frust bei den Fans. Die italienische Nationalmannschaft hat nach der verpassten WM-Qualifikation ein paar harte Tage hinter sich. Die Enttäuschung ist groß. Denn auch wenn der italienische Fußball schon bessere Zeiten erlebt hat, hat die Nationalmannschaft eigentlich die Qualität für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft. Einige Schlüsselspieler konnten diese aber nicht abrufen. Darunter auch Alessandro Bastoni, eigentlich einer der besten Innenverteidiger der Welt. Doch der Linksfuß von Inter sah beim entscheidenden Playoff-Spiel in Bosnien-Herzegowina schon in der ersten Hälfte die Rote Karte. Dafür erntete er von Fans und Medien viel Kritik. Zu viel, meint Giuseppe Bergomi. Der 62 Jahre alte Ex-Nationalspieler sagte bei Radio Nerazzurra: "Für mich ist er ein Freund, er liegt mir sehr am Herzen. (...) Jetzt muss er Italien zu seinem eigenen Wohl verlassen." Bergomi weiter: "Wir verlieren ein außergewöhnliches Talent, einen der besten Verteidiger des modernen Fußballs. Es tut mir sehr leid, aber ich glaube, dass er sich zu seinem eigenen Wohl einen Verein im Ausland suchen muss." Ein Tapetenwechsel würde dem 26-Jährigen guttun, ist sich Bergomi sicher. Interessenten für Bastoni gibt es einige, so wird dem FC Barcelona , dem FC Liverpool und auch Chelsea nachgesagt, ein Auge auf den Italiener geworfen zu haben. Bastonis Vertrag in Mailand ist noch bis 2028 gültig, es wäre also eine Ablöse fällig, sofern der Verteidiger Inter überhaupt verlassen will. Das Portal "transfermarkt.de" schätzt seinen Marktwert auf rund 70 Millionen Euro. Ob eine solche Summe tatsächlich realistisch ist, bleibt abzuwarten.