Jagd vor Färöer-Inseln: Hunderte Delfine getötet

3 tage vor


Das Meer ist blutrot, aufgeschlitzte Tiere liegen am Strand: Am Wochenende wurden vor den Färöer-Inseln mehr als 1400 Delfine erlegt. Die Organisation "Sea Shepherd" sprach von der größten Herde Meeressäuger, die dort jemals bei einer einzigen Aktion getötet worden sei. Wie der dänische Rundfunk berichtete, hat die Aktion die Debatte über die Jagd auf Meeressäuger erneut in Gang gebracht, die seit Jahrhunderten betrieben wird. Jedes Jahr werden etwa 1000 Tiere - meistens Grindwale - auf die Küste zugetrieben und im flachen Wasser geschlachtet. Fleisch und Speck teilen sich die Einwohner:innen. Meist sind nur wenige Weißseitendelfine dabei. Der ehemalige Vorsitzende der färöischen Vereinigung für den Grindwalfang sagte dem Sender KVF, die Tötung einer solch großen Anzahl sei überzogen. Der heutige Leiter der Vereinigung fürchte um den Ruf der Färöer-Inseln. Es sei an der Zeit, ernsthaft darüber zu diskutieren, ob die Jagd von Delfinen weiterhin zugelassen bleiben sollte, sagte er dem Online-Medium In.fo. Die autonome Regierung der zu Dänemark gehörenden Inseln verteidigte die traditionelle Jagdpraxis, die "gut organisiert und vollkommen reguliert" sei. Mehr dazu: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/massentoetung-delfine-101.html
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