Roger Moore spielte insgesamt siebenmal den britischen Geheimagenten James Bond. Einer dieser Filme spaltet die Fans der Reihe bis heute wie kein anderer. Moore, 1927 in London geboren, wurde für seine charmanten, leicht ironische Art berühmt. Bekannt wurde er mit TV-Rollen bevor trat er als Bond die Nachfolge von Sean Connery und George Lazenby antrat. In dieser Phase betonte die Reihe mehr Humor und Leichtigkeit. Diese Mischung prägt besonders seinen zweiten Bond-Film, "Der Mann mit dem goldenen Colt". Der 1974 erschienene Film gehört zu den umstrittensten der Serie. Davon handelt "Der Mann mit dem goldenen Colt" Der neunte Bond-Film beginnt mit einer klaren Bedrohung: Der legendäre Auftragskiller Francisco Scaramanga (Christopher Lee) fordert Bond indirekt heraus. Eine goldene Kugel mit Bonds Nummer signalisiert, dass er selbst zum Ziel geworden ist. Bond verfolgt Scaramanga von Europa bis nach Südostasien. Schnell zeigt sich, dass Scaramanga mehr als ein gewöhnlicher Killer ist. Für ihn wird das Duell mit Bond zu einem persönlichen Spiel. Das macht "Der Mann mit dem goldenen Colt" sehenswert "Der Mann mit dem goldenen Colt" zeigt exemplarisch Roger Moores Interpretation von James Bond . Sein spielerischer Ton verbindet sich mit klassischen Elementen wie exotischen Schauplätzen und einem markanten Gegenspieler. Diese Mischung verleiht dem Film bis heute seinen Reiz. Moore bringt eine Gelassenheit in die Rolle, die sich bewusst von der Härte seiner Vorgänger abhebt. Wer die Entwicklung der Bond-Reihe nachvollziehen möchte, findet hier ein spannendes Beispiel für den Zeitgeist der 1970er-Jahre. Christopher Lee als Scaramanga überzeugt mit ruhiger Bedrohlichkeit und zählt zu den interessantesten Antagonisten der Serie. Die asiatischen Drehorte und die einprägsamen Kulissen verleihen dem Film eine besondere Atmosphäre. Trotz der Schwächen in Ton und Handlung entsteht ein eigenwilliger Charme, der diesen Bond-Film von anderen abhebt. Wer sich darauf einlässt, entdeckt einen Beitrag zur Reihe, der weniger durch Perfektion als durch Persönlichkeit und Stil überzeugt. "Der Mann mit dem goldenen Colt" läuft am Freitag, den 1. Mai, um 20.15 Uhr bei NITRO. Alternativ ist der Film bei Magenta TV als Kauf- oder Leih-Version verfügbar. Noch kein Abo? Mit Magenta TV erhalten Sie Disney+, Netflix , RTL+, Apple TV, Dazn , Paramount+ und WOW zum Vorteilspreis in einem Abo. Warum "Der Mann mit dem goldenen Colt" Fans heute noch spaltet "Der Mann mit dem goldenen Colt" polarisiert Bond-Fans. Die exotischen Schauplätze, der ikonische Gegenspieler und die markante visuelle Gestaltung machen den Film sehenswert und typisch für die Reihe. Doch der uneinheitliche Ton – ein Mix aus Humor und Härte – stößt auf Kritik. Im Vergleich zu anderen Bond-Filmen wirkt die Handlung episodisch und weniger stringent. Auch die Nebenfiguren sorgen für Diskussionen. Britt Eklands Mary Goodnight gilt als eines der schwächsten Bond-Girls, da ihre Rolle wenig Substanz bietet. Sheriff J.W. Pepper, ein Charakter aus Louisiana, wirkt in der thailändischen Kulisse deplatziert und wird oft als Fehlgriff im Drehbuch bezeichnet. Diese Schwächen lassen den Film unausgewogen erscheinen und mindern die Spannung, die Fans an Bond-Filmen schätzen. Hinter den Kulissen lief ebenfalls nicht alles glatt. Roger Moore berichtet in seiner Autobiografie von zwei Stürzen ins Wasser während der Dreharbeiten auf den Klongs. Der erste war beabsichtigt, weil ihm davon abgeraten wurde und er die Warnung ignorieren wollte. Der zweite war ein Unfall. Unter Wasser öffnete Moore die Augen und entdeckte etwas Verstörendes: Der örtliche Bestatter hatte Leichen im Fluss entsorgt.