Die Nationalelf des jungen Staates spielt gegen die Türkei um die Qualifikation für die Fußball-WM. Die Regierung in Pristina greift zu einem besonderen Mittel der Motivierung. Der kosovarischen Fußball-Nationalmannschaft winkt im Falle der Qualifikation für die Fußball-WM im Sommer eine Prämie in Höhe von einer Million Euro. Nur noch ein Match trennt die Elf aus dem Südbalkan von dem Geldsegen, den die Regierung von Ministerpräsident Albin Kurti ausgelobt hat. Das Playoff-Finale gegen die Türkei wird am kommenden Dienstag in der Kosovo-Hauptstadt Pristina ausgespielt. Bereits nach dem Halbfinal-Sieg der kosovarischen Auswahl gegen die Slowakei am vergangenen Donnerstag in Bratislava steht eine großzügige Prämie in Aussicht. Nach dem dramatischen 4:3-Auswärtserfolg werde die kosovarische Regierung in ihrer Sitzung am Montag die Überweisung von 500.000 Euro beschließen, teilte Finanzminister Hekuran Murati auf seiner Facebook-Seite mit. WM-Teilnahme wäre eine Premiere Wie die Prämien genau aufgeteilt werden, ist nicht bekannt. Nimmt man den gesamten Spielerkader zusammen mit dem Trainer- und Betreuerstab zur Grundlage, würden bei einer möglichen Ausschüttung von 1,5 Millionen Euro auf jeden Begünstigten rund 40.000 bis 50.000 Euro entfallen. Sollte sich das Kosovo-Team in der Partie gegen die Türkei tatsächlich für die WM in den USA, Kanada und Mexiko qualifizieren, wäre dies ein beispielloser Erfolg. Der jüngste Staat Europas war noch nie bei einer Fußball-WM oder -EM vertreten. Er war beim Zerfall Jugoslawiens entstanden und hatte 2008 die Unabhängigkeit erlangt. Das Land wird heute fast ausschließlich von Albanern bewohnt. Es ist erst seit 2016 Mitglied in den internationalen Fußballverbänden FIFA und UEFA .