Krankenkassen unter Druck – was die neuen Reformpläne bringen könnten

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Die gesetzliche Krankenversicherung steht finanziell massiv unter Druck. Deswegen hat die Finanzkommission 66 Maßnahmen vorgelegt, mit denen bis zu 64 Milliarden Euro eingespart werden könnten – allerdings ohne Priorisierung. Das zentrale Problem, so Bert Rürup, der Chefökonom des Handelsblatt: „keine der 66 Maßnahmen würde von allen Playern gleichzeitig angenommen“. Im Gespräch erklären Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, warum die Kosten seit Jahren stärker steigen als die Einnahmen. Haupttreiber sind medizinischer Fortschritt, fehlender Wettbewerb und Fehlanreize im System. Deutschland leiste sich zu viele Krankenhausbetten und Behandlungen, ohne das die Bevölkerung gesünder werde. Hüther betont: Das Problem liegt nicht bei den Einnahmen, sondern bei den Ausgaben. Gleichzeitig wächst der Reformdruck, weil steigende Beiträge für viele Haushalte kaum noch tragbar sind. Doch ausgerechnet ein zentraler Hebel bleibt blockiert: die Krankenhausstruktur. „Es ist faktisch unmöglich, ein städtisches Krankenhaus zu schließen“, sagt Rürup. Rürup und Hüther diskutieren deshalb, welche Reformen trotzdem möglich sind – von weniger Fehlanreizen über mehr Wettbewerb bis hin zu strukturellen Änderungen im System. Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Economic Challenges: https://www.handelsblatt.com/global Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit (https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen (https://cmk.handelsblatt.com/cms/articles/15597/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
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