KUBA in der KRISE: Demonstranten protestieren gegen MANGELWIRTSCHAFT – Präsident DIAZ-CANEL warnt

6 monate vor


Bei Protesten in Kuba sind tausende Menschen gegen die kommunistische Regierung auf die Straße gegangen. Die Demonstrationen fanden am Sonntags spontan in verschiedenen Städten statt. "Nieder mit der Diktatur", riefen die Menschen und brachten ihren Unmut über die aktuelle Wirtschaftskrise und die damit einhergehende Strom- und Lebensmittelknappheit zum Ausdruck. Die Polizei setzte Tränengas ein. Auch gegen die Höhe der Preise und Stromausfälle gehen die Menschen auf die Straße. Nach zweieinhalb Stunden friedlichen Demonstrierens werfen manche Teilnehmende Steine und die Polizei führt Festnahmen durch. Havanna (AP) — Tausende Kubanerinnen und Kubaner sind gegen Lebensmittelknappheit auf die Straße gegangen. Sie protestierten am Sonntagnachmittag (Ortszeit) auf der Malecon-Promenade in der Hauptstadt Havanna und andernorts auch gegen Preise, die sie als zu hoch empfanden. Die Demonstrationen zählten zu den größten gegen die Regierung seit Jahrzehnten. Viele junge Menschen beteiligten sich an dem Protest in Havanna, der den Verkehr beeinträchtigte, bis die Polizei nach mehreren Stunden einschritt und ihn auflöste, nachdem einige Teilnehmer Steine geworfen hatten. Zunächst war die Polizei hinter den Demonstrantinnen und Demonstranten gelaufen, die «Freiheit» und «genug» riefen. «Wir haben die Nase voll von den Schlangen, der Knappheit. Deshalb bin ich hier», sagte ein Teilnehmer im mittleren Alter der Nachrichtenagentur AP. Er nannte nicht seinen Namen aus Angst, sonst später verhaftet zu werden. Kuba durchläuft derzeit seine schwerste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, während die Corona-Infektionen zunehmen. Das Land leidet unter den Konsequenzen der Sanktionen, die Donald Trump während seiner US-Präsidentschaft verhängte. Die Demonstrierenden marschierten weiter, obwohl die Polizei sie einige Male angriff und Tränengas einsetzte. Auf vielen Balkonen in dem Viertel Centro Habano standen Menschen und applaudierten den vorbeimarschierenden Protestierenden. Andere reihten sich ein. Viele Menschen zogen ihre Mobiltelefone hervor und versuchten, den Protest live zu übertragen, doch der Staat schaltete den Internetzugang während des ganzen Nachmittags ab. Als die Demonstration seit etwa zweieinhalb Stunden andauerte bewarfen manche Teilnehmende die Polizei mit Pflastersteinen. Zu diesem Zeitpunkt begann die Polizei mit Festnahmen und die Demonstration löste sich auf. AP-Journalisten zählten mindestens 20 Menschen, die in Polizeifahrzeugen oder von Personen in Zivil fortgebracht wurden. Dann trafen etwa 300 der Regierung nahe stehende Personen mit einer großen kubanischen Fahne ein und riefen Parolen für den verstorbenen Präsidenten Fidel Castro und die kubanische Revolution. Einige Personen aus der Gruppe griffen einen Videojournalisten der AP an und beschädigten seine Kamera. Ein Fotojournalist der AP wurde von der Polizei verletzt. Auch andernorts auf der Insel wurde protestiert, darunter in der Kleinstadt San Antonio de los Banos, wo Menschen gegen Stromausfälle wetterten und von Präsident Miguel Díaz-Canel besucht wurden. Er ging in einige Häuser und ließ sich von Bewohnern Fragen stellen. #kuba #castro #sanktionen Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Abonniere den WELT YouTube Channel http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Unsere Reportagen & Dokumentationen http://bit.ly/WELTdokus Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram https://bit.ly/IGWELTTV WELT auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2021 erstellt
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