Hohe Punktzahlen und starke Auftritte prägen den Abend bei "Let's Dance", haben letztlich aber nichts zu bedeuten. Juror Joachim Llambi äußert sich jetzt kritisch. In der achten Liveshow von "Let's Dance" überzeugte Nadja Benaissa gleich doppelt: Für ihren ersten Tanz erhielt sie 26 Punkte, für die zweite Performance die Höchstwertung von 30 Punkten. Im Ranking der Jury belegte sie damit am Ende des Abends den zweiten Platz. Trotzdem reichte es nicht für das Weiterkommen. Denn die No-Angels-Sängerin erhielt nicht genügend Anrufe aus dem Publikum. Joachim Llambi hat jetzt auf diese Entscheidung reagiert. In der Show habe es eine "große Ungerechtigkeit" gegeben, schrieb er auf Instagram. Er führte aus: "Große Leistungen, starke Überraschungen, mutige Choreografien und dann dieses Ende. Für mich ein Schlag ins Gesicht für Leistung und Fairness." Dass Benaissa gemeinsam mit ihrem Profitanzpartner Vadim Garbuzov ausscheiden musste, sei für ihn "unfassbar". Weiter erklärte der Juror: "Zwei starke Tänze, Einsatz, Qualität, Entwicklung und trotzdem müssen sie gehen. Für viele Zuschauer nicht nachvollziehbar. Für mich auch nicht." "Dran gedreht": "Let's Dance"-Zuschauer werfen RTL Betrug vor "Brauchen einen Arzt": Schreckmoment bei "Let's Dance" Auch äußerte er sich zu Vorwürfen, die Jury habe ihre Lieblinge oder sei schuld an der Entscheidung. Das stimme nicht, genauso wenig sei RTL schuld. "Jeder wird beschimpft, beleidigt, angegriffen. Aber ihr trefft die Falschen." Denn, so schrieb Joachim Llambi weiter: "Ihr trefft am Ende die Kandidaten. Menschen, die trainieren, kämpfen, alles geben und dann für einen Denkzettel geopfert werden." "Ein Problem": Kritik nach überraschendem "Let's Dance"-Aus Für den 61-Jährigen steht nach der Show vom Freitag fest: "Wenn dann jemand bleiben darf, während ein Paar geht, das für mich auf Platz 1 lag, dann läuft etwas gewaltig schief." Er befand: "Dieses Ergebnis ist kein Sieg der Gerechtigkeit. Es ist ein Sieg von Trotz, Fanlagern und blinder Stimmungsmache." Abschließend sagte er: "Wo Leistung nichts mehr zählt, verliert die Show. Germany 0 Points." Obendrein äußerte sich Llambi auch zu einem bestimmten Kandidaten: Tokio-Hotel-Star Gustav Schäfer . Dieser sei "ein sympathischer Typ, ein Entertainer, ein Gewinn für die Show". Dennoch betonte Llambi, dass der Musiker tänzerisch "der Schwächste" gewesen sei: "Punkt." Schäfer hatte zwar zittern müssen, schaffte es dann aber doch eine Runde weiter. "Hat mich fassungslos zurückgelassen" Llambi bekam auf Instagram viel Zuspruch. Eine Nutzerin schrieb: "Sehr gut geschrieben! Mich hat das gestern auch sehr getroffen, weil wieder ein sehr talentiertes Paar, das ich auch als Finalisten gesehen habe, diese Reise verlassen musste. Es sorgt dafür, dass man die Lust an 'Let's Dance' etwas verliert …" Auch zu lesen: "Dieser wunderschöne Abend hat mich fassungslos zurückgelassen. (...) Ich kann es nicht verstehen." Eine weitere Zuschauerin schrieb: "Gut geschrieben. Bin geschockt vom Ergebnis und extrem traurig." Eine andere Person entgegnete allerdings: "Dem Prominenten hilft natürlich seine Fanbase. (...) Auch die Fachjury sollte akzeptieren, dass sie in einer Show urteilen und dies nichts mit Veranstaltungen im Tanzsport zu tun hat. Das Publikum hat am Freitagabend eine eigene Sicht und dies sollte vielleicht ohne öffentliche Kritik akzeptiert werden." Ähnlich sah es diese Nutzerin, die betonte, durch Llambis Beitrag verwirrt zu sein, da immer wieder betont werde, dass "Let's Dance" eben eine Unterhaltungsshow sei: "Und wie will man Unterhaltung bewerten? Durch Anrufe! Natürlich ist Gustav nicht der stärkste Tänzer, aber ich denke, dass er so viele Anrufe hat, weil es eben eine Art Heldenstory ist: der Typ, den keiner auf dem Schirm hatte (nicht mal er selbst), entdeckt seine Liebe zum Tanzen, hängt sich voll rein und liefert – im Rahmen seiner Möglichkeiten – jede Woche voll ab. DAS wird belohnt."