Lkw-Fahrermangel in Großbritannien: Lange Schlangen vor Tankstellen | BR24

4 wochen vor


Benzin gäbe es genug, doch kaum mehr Fahrer aus der EU, die den Treibstoff zu den Zapfsäulen bringen wollen. Jetzt erwägt die britische Regierung, Soldaten einzusetzen, um eine Energiekrise auf der Insel abzuwenden. Die Regierung in London hat angesichts der Kraftstoffkrise in Großbritannien Lastwagenfahrer der Armee in Bereitschaft versetzen lassen. Diese sollten darauf vorbereitet werden, Tankstellen zu beliefern, hieß es in einer Mitteilung in der Nacht zum Dienstag. Der Hintergrund: Im Vereinigten Königreich sitzen derzeit viele Tankstellen auf dem Trockenen, weil Lastwagenfahrer fehlen. Jahrzehntelang haben britische Logistikunternehmen Trucker aus der EU angeheuert, die seit den restriktiven Einwanderungsbestimmungen des Brexit fehlen. Der Speditionsverband spricht von bis zu 100.000 Arbeitskräften. Mehr Bürokratie, weniger Lieferungen "Fahrer aus der EU fühlen sich seit dem Brexit einfach nicht mehr Willkommen", berichtet ein Spediteur. Dazu kommen unzählige Formulare, die es bei jedem Transport auszufüllen gilt. "Wir waren schon immer ein Inselvolk, aber jetzt sind wir es mehr denn je." Problem: Panikkäufe Das hat auch schon zu Lücken in Supermarktregalen und trocken gelegten Zapfhähnen in den Pubs geführt. Jetzt sind die Tankstellen dran. Auch wenn die britische Regierung am Wochenende 5.000 zusätzliche Arbeitsvisa ausstellte, mußten zuletzt immer mehr Tankstellen schließen. Problemverschärfend wirkt ein psychologisches Phänomen, das hierzulande beim ersten Lockdown zur "Klopapierkrise" führte: es kommt es zu Panikkäufen. Vor vielen Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Der Wirtschaftsminister wiegelt ab Mehrere Ölfirmen haben die Menschen am Montag aufgerufen, das "Hamstern" einzustellen. Der Druck auf die Tankstellen werde in den kommenden Tagen nachlassen, weil viele Autos inzwischen vollgetankt seien. Auch Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng betonte, die Nachfrage werde in den kommenden Tagen auf ein normales Niveau zurückkehren. Trotzdem sei es richtig, Vorkehrungen zu treffen. "Falls notwendig wird der Einsatz des militärischen Personals die Lieferkette vorübergehend mit zusätzlichen Kapazitäten versorgen, um den Druck durch örtlich begrenzte Ausschläge in der Nachfrage zu mindern", sagte Kwarteng. Hier geht's zu unserer BR24-Website: http://www.BR24.de BR24-Facebook: http://www.facebook.com/BR24/ BR24-Twitter: http://twitter.com/BR24 BR24-Instagram: http://www.instagram.com/BR24
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