In dieser Folge von Economic Challenges greifen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die zentrale Frage des österreichischen Ökonomen Eugen von Böhm-Bawerk aus dem Jahr 1914 auf: Setzt sich am Ende Macht oder das ökonomische Gesetz durch? Ausgangspunkt ist Rürups Diagnose, dass die Ära einer liberalen, regelbasierten Weltwirtschaft zu Ende geht – und damit auch das deutsche Modell des exportgetriebenen Wachstums ins Wanken gerät. Rürup warnt, dass politische Macht längst wieder Vorrang vor ökonomischen Gesetzen habe. Die USA unter Präsident Donald Trump würden das Ideal offener Märkte aufkündigen und damit eine neue Phase protektionistischer Hierarchien einläuten. „Deutschland schwimmt nicht mehr wie ein Korken auf der Weltkonjunktur“, so Rürup. Hüther hält dagegen, dass Regelbindung zwar geschwächt, aber nicht verloren sei: Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit könnten langfristig die Grundlage für neue globale Netzwerke schaffen. Die Ökonomen diskutieren, ob Europa angesichts geopolitischer Verschiebungen eigene wirtschaftliche Impulse setzen kann. Hüther fordert, den europäischen Binnenmarkt zu vertiefen und Bürokratie abzubauen, statt auf äußere Konjunkturhilfen zu hoffen. Rürup betont, dass Deutschlands Zukunft stärker von Binnenwachstum und neuen Partnerschaften mit Ländern wie Indien oder Brasilien abhängen wird. Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier! (https://www.eventim.de/eventseries/handelsblatt-crime-live-die-letzten-48-stunden-wirecard-4042791/?srsltid=AfmBOorPZ72V-1WcXJCapuq3uOW95PoDeXkpw63YDbJYzu87R7LnTQw8) Wenn Sie unseren Journalismus nicht nur hören, sondern lesen wollen – mit all den Details, Analysen und Hintergründen, die das Wirtschaftsgeschehen einordnen, dann empfehlen wir Ihnen unser „Winter-Special“: Sie können das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro kennenlernen – und sich zusätzlich die Chance auf einen 100-Euro-Einkaufsgutschein sichern. Sie schalten damit direkt alle H+-Artikel frei – auch in unserer App – und behalten aktuelle Entwicklungen im Blick. Unser Angebot zum Jahreswechsel finden Sie auf www.handelsblatt.com/winter (http://www.handelsblatt.com/winter) . Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit (https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen (https://cmk.handelsblatt.com/cms/articles/15597/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)
Macht oder ökonomisches Gesetz – Warum das Regelwerk der Weltwirtschaft brüchig geworden ist
In dieser Folge von Economic Challenges greifen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die zentrale Frage des österreichischen Ökonomen Eugen von Böhm-Bawerk aus dem Jahr 1914 auf: Setzt sich am Ende Macht oder das ökonomische Gesetz durch? Ausgangspunkt ist Rürups Diagnose, dass die Ära einer liberalen, regelbasierten Weltwirtschaft zu Ende geht – und damit auch das deutsche Modell des exportgetriebenen Wachstums ins Wanken gerät. Rürup warnt, dass politische Macht längst wieder Vorrang vor ökonomischen Gesetzen habe. Die USA unter Präsident Donald Trump würden das Ideal offener Märkte aufkündigen und damit eine neue Phase protektionistischer Hierarchien einläuten. „Deutschland schwimmt nicht mehr wie ein Korken auf der Weltkonjunktur“, so Rürup. Hüther hält dagegen, dass Regelbindung zwar geschwächt, aber nicht verloren sei: Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit könnten langfristig die Grundlage für neue globale Netzwerke schaffen. Die Ökonomen diskutieren, ob Europa angesichts geopolitischer Verschiebungen eigene wirtschaftliche Impulse setzen kann. Hüther fordert, den europäischen Binnenmarkt zu vertiefen und Bürokratie abzubauen, statt auf äußere Konjunkturhilfen zu hoffen. Rürup betont, dass Deutschlands Zukunft stärker von Binnenwachstum und neuen Partnerschaften mit Ländern wie Indien oder Brasilien abhängen wird. Unser beliebter Podcast Handelsblatt Crime geht wieder live! Am 26. Februar im Babylon Berlin und am 27. Februar im Club im Capitol Theater Düsseldorf bringen wir “Das Protokoll des Untergangs” auf die Bühne. Unsere Insider führen durch die letzten 48 Stunden vor dem Zusammenbruch von Wirecard – E-Mail für E-Mail, Chat für Chat. Eine Minute absurder als die andere. Tickets gibt es hier! (https://www.eventim.de/eventseries/handelsblatt-crime-live-die-letzten-48-stunden-wirecard-4042791/?srsltid=AfmBOorPZ72V-1WcXJCapuq3uOW95PoDeXkpw63YDbJYzu87R7LnTQw8) Wenn Sie unseren Journalismus nicht nur hören, sondern lesen wollen – mit all den Details, Analysen und Hintergründen, die das Wirtschaftsgeschehen einordnen, dann empfehlen wir Ihnen unser „Winter-Special“: Sie können das digitale Handelsblatt vier Wochen lang für nur einen Euro kennenlernen – und sich zusätzlich die Chance auf einen 100-Euro-Einkaufsgutschein sichern. Sie schalten damit direkt alle H+-Artikel frei – auch in unserer App – und behalten aktuelle Entwicklungen im Blick. Unser Angebot zum Jahreswechsel finden Sie auf www.handelsblatt.com/winter (http://www.handelsblatt.com/winter) . Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit (https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit) Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen (https://cmk.handelsblatt.com/cms/articles/15597/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen)













