Nach 80 Jahren endet die Industriegeschichte eines Speyerer Werks: Mann+Hummel schließt den Standort bis 2028. 600 Beschäftigte sind betroffen. Der Filterhersteller Mann+Hummel hat die Schließung seines Werks in Speyer bis 2028 bekanntgegeben. 600 Beschäftigte verlieren damit ihren Arbeitsplatz, wie der "SWR" berichtet. In Speyer fertigt das Unternehmen unter anderem Luft-, Öl- und Luftentölelemente für die Landwirtschaft und den Maschinenbau. 400 der betroffenen Beschäftigten arbeiten in der Produktion. Der Standort geht auf das Jahr 1945 zurück – die Produktion soll nun schrittweise in andere Werke verlagert werden. 30.000 Tiere betroffen: Insolvenz bei Schweinezucht Porky Gröden "Grundstein für Neuanfang": Teleshopping-Pionier QVC ist insolvent Milliardenunternehmen schließt Werk: Die Gründe Als Gründe nennt Mann+Hummel das schwache Wirtschaftswachstum in Europa sowie gestiegene Energie- und Arbeitskosten. Zölle und geopolitische Unsicherheiten erhöhten zusätzlich die Kosten entlang der Lieferketten. Das Unternehmen mit Hauptsitz im baden-württembergischen Ludwigsburg betreibt weltweit 80 Standorte und erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 4,5 Milliarden Euro. Speyerns Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler reagierte mit deutlichen Worten auf die Ankündigung: "Diese Nachricht ist ein harter Schlag für Speyer. Hinter den 600 Arbeitsplätzen stehen Menschen und Familien, die teilweise seit Jahrzehnten mit diesem Werk verbunden sind – das bewegt mich sehr." Die Stadt wolle sich dafür einsetzen, dass für die Betroffenen eine tragfähige Lösung gefunden werde. Das Unternehmen kündigte an, einen Sozialplan ausarbeiten zu wollen.