Marisa Burger: "Rosenheim-Cops"-Star fühlte sich wie "ungeliebtes Kind"

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Die Kindheit von Marisa Burger war von Erwartungen und innerem Druck geprägt. In ihrem Buch beschreibt sie, wie diese Erfahrungen ihr Leben nachhaltig beeinflussten. Marisa Burger blickt zurück. Für ihre Autobiografie "Vergiss nie, wie dein Herz am Anfang war: Vom Mut, eigene Wege zu gehen" setzte sich die Schauspielerin intensiv mit ihrer Vergangenheit auseinander. Dabei stieß sie auf einen Gedanken, der sie selbst erschreckte. Während der Arbeit an dem Buch habe Burger mit ihrer Patentante über ihre Kindheit gesprochen. Durch diesen Austausch habe sie erst Worte für ein Gefühl gefunden, das sie lange begleitet habe: "Ich war ein ungeliebtes Kind." Heute bewertet sie diesen Satz jedoch anders. Sie stellt klar: "Das ist ein schlimmer Vorwurf. Und ganz bestimmt war es auch nicht so. Meine Eltern haben mich geliebt. Sie waren nur zu sehr in ihren Zwängen und Ängsten verhaftet." "Nur wer etwas schafft, hat einen Wert" Burger wuchs als Tochter eines Lehrers im oberbayerischen Altötting auf. Rückblickend beschreibt sie diese Zeit als geprägt von klaren Erwartungen und starkem Leistungsdruck. Ein Satz habe sich dabei tief eingeprägt: "Nur wer etwas schafft, hat einen Wert." Dieser Anspruch habe früh zu innerer Unruhe geführt und den Drang verstärkt, ständig leisten zu müssen. Dieses Gefühl begleitete sie über viele Jahre. Sie habe sich selbst immer wieder angetrieben, schreibt Burger. Auch ihre schnelle Sprechweise führt sie im Rückblick auf diese innere Rastlosigkeit zurück. "Warum hat das niemand gemerkt?": ZDF-Star offenbart "Traumschiff"-Fehler Wirbel um Mette-Marits Gesundheit: Was steckt dahinter? Gleichzeitig erlebte sie schon früh einen Zwiespalt. Einerseits wollte sie eigene Wege gehen, andererseits suchte sie Anerkennung – besonders von ihren Eltern. Ihre Entscheidung für die Schauspielerei wurde zunächst nicht vorbehaltlos unterstützt. Bis heute meide ihre Mutter Folgen der "Rosenheim-Cops", in denen Marisa Burger mitspielt. Erst viele Jahre später suchte Burger die direkte Auseinandersetzung. Sie schrieb ihrem Vater einen Brief und schilderte darin ihre Sicht auf die gemeinsame Vergangenheit. Eine Antwort erhielt sie nicht. Bei einer späteren Begegnung habe er ihr schweigend gegenübergestanden, mit Tränen in den Augen. Für Burger ein stilles Zeichen, dass ihre Worte ihn erreicht hatten.
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