Markus Söders Tochter und der Ex-Google-Chef: Dialog der besonderen Art

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Die Söder-Tochter und der Ex-Google-Chef Eric Schmidt machen mit ihrer ungewöhnlichen Liaison Schlagzeilen. Die beiden können viel voneinander lernen, meint Kolumnistin Nicole Diekmann. Gibt man dieser Tage bei Google den Namen Gloria-Sophie Burkandt ein, liefert die News-Sektion der Suchmaschine ein quasi selbstreferenzielles Ergebnis: Denn aktuell beherrscht die Tochter von CSU-Chef Markus Söder die Schlagzeilen wegen ihrer Liebelei mit dem ehemaligen Chef von – jaha, Google. Nun gönne ich allen Menschen auf dieser Welt aus der Tiefe meiner Seele die wahre Liebe. Und ebenso sehr freue ich mich für alle, die einander mit einer Tändelei, einem Flirt oder anderen eher unverbindlicheren und zeitlich begrenzten Varianten der Frühlingsgefühle beglücken. Gerade in den Ausläufern dieses nicht nur meteorologisch harten Winters suchen wir doch alle nach Wärme. Könnte ihr Großvater sein Und doch: Es ist eine recht schwierige Verbindung, die Burkandt und Eric Schmidt da gerade, eifrig begleitet vom Boulevard, genießen. Sie ist 27, er ist 70. Für alle Rechenfaulen: Der Altersunterschied beträgt 43 Jahre. Ganz realistisch könnte er ihr Vater sein. Er ist tatsächlich nur elf Jahre älter als Markus Söder. Der ist, ich bin gerade in Fahrt, nämlich 59 Jahre alt. Rein rechnerisch könnte Schmidt sogar ihr Großvater sein. Ich weiß, die Liebe ist ein seltsames Spiel und fällt an die unwahrscheinlichsten Orte, aber für Frauen mit Hang zu um Generationen älteren Männern fehlt mir das Verständnis. Ebenso übrigens auch, um das klarzustellen, auch für Männer, die sich sehr viel jüngere Frauen suchen. Aber ich muss ja nicht alles verstehen, und dass sich nicht alle auf dieser Welt danach richten, was meinen Vorstellungen von gelungen und gelingend entspricht, damit habe ich mich bereits vor vielen Jahren abgefunden. Was ich neben der Liebe und schönen Gefühlen füreinander wirklich sehr schätze an dieser komplexen Welt, ist die Tatsache, dass es nie lange dauert, in fast allem auch etwas Positives zu sehen. Schauen wir uns also das Potenzial der Liaison zwischen dem verheirateten Schmidt, der eine offene Ehe führt, und Burkandt mal genauer an. Dialog zwischen den Generationen Beginnen wir vordergründig. Turtelnde Menschen haben in der Regel gute Laune und verbreiten diese auch. Und wer gute Laune verbreitet, verbreitet keine schlechte Laune. "Wer von der Straße weg ist, der macht wenigstens keinen Unfug." Sagte einst meine Oma. Da war sie ungefähr in Schmidts Alter. Es sind die kleinen Dinge. Weiter. Aktuelle, große politische Streitthemen wie die Rente , der Wehrdienst, der Klimawandel , die desolate Situation im Pflege- und Gesundheitssystem – all diese Fragen sind Generationenkonflikte. Erinnern wir uns, wie erbittert die Bundestagsfraktion von CDU und Söders CSU erst vor wenigen Wochen stritt, zu unser aller Erstaunen öffentlich, weil die Junge Union in weiten Teilen den Rentenideen der Bundesregierung nicht folgen wollte. Ungerecht gegenüber den Jüngeren, so war das Argument gegen die Pläne. Ein intergenerationeller Dialog, wie ihn das Liebespaar Burkandt/Schmidt führen kann, kann da auf der Mikroebene womöglich den ein oder anderen Denkanstoß liefern, die ein oder andere Idee für einen funktionierenden Kompromiss oder zumindest eine Annäherung. Warum gegeneinander, wenn es doch auch miteinander geht? Ältere Männer sind ihr jetzt ein Begriff Und dann ist da noch ein Punkt, der speziell die Vergangenheit von Schmidt als Google-CEO zu einem interessanten Asset in Burkandts Liebes-Portfolio macht. Burkandt nahm vor einigen Monaten an der ProSieben-Show "Deutschlands dümmste Promis" teil. Gewonnen hat sie dort zwar nicht, aber als Fehlbesetzung kann man sie nun wahrlich nicht bezeichnen. Die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chefs erkannte Helmut Kohl auf einem Foto nicht. Nun könnte man sagen: Der regierte von 1982 bis 1998, und gerade da erst kam sie zur Welt. Aber wir wissen ja nun: Ältere Männer sind ihr durchaus ein Begriff. Und da kommt dann wieder Eric Schmidt ins Spiel. Der kennt sich ja mit Google aus. Vielleicht zeigt er seiner jungen Freundin mal das Internet und wie wunderbar man sich dort informieren kann. Auch über die Vergangenheit.
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