Geheimsitzungen, geplatzte Deals und Gesundheitsprobleme: Kronprinzessin Mette-Marit produziert seit Wochen Schlagzeilen. Der Palast gerät zunehmend unter Druck. Den Start ins neue Jahr hat sich die norwegische Kronprinzessin sicherlich anders vorgestellt. Seit mehr als drei Monaten prasseln Negativschlagzeilen auf Mette-Marit nieder – und das, obwohl sie wenige Wochen zuvor ihre schwere Erkrankung öffentlich gemacht hatte. Kurz vor Weihnachten 2025 gab das Königshaus in Norwegen eine Mitteilung heraus: Mette-Marit leide unter einer solch schweren Lungenkrankheit, dass eine Transplantation unausweichlich wird. Die 52-Jährige werde ihre öffentlichen Auftritte zurückfahren, sich um ihre Genesung kümmern, hieß es damals. Doch seitdem kehrt keine Ruhe ein, ganz im Gegenteil. Gleich mehrere Großwetterlagen überschatten derzeit die Stimmung im norwegischen Königshaus: Der seit Anfang Februar laufende Gerichtsprozess gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby liefert der Presse unaufhörlich neue, schaurige Details über Missbrauch, Vergewaltigungen und Drogenkonsum. Hinzu kommt der Skandal um Mette-Marits Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Letzteres wird für das Thronfolgepaar zunehmend zum Problem. Mette-Marit hatte versprochen, sich zu ihrem Epstein-Kontakt ausführlich zu äußern. Bisher hüllt sie sich jedoch in Schweigen – und dies erhöht auch den Druck auf ihren Ehemann, Kronprinz Haakon. Hartes Urteil? Auch Verteidigung fordert Haftstrafe im Høiby-Prozess Mehrere Partner beendeten bereits ihre Zusammenarbeit mit der norwegischen Kronprinzessin: Insgesamt sind es schon vier Organisationen, die sich offiziell von Mette-Marit distanzierten. Zunächst waren es ihre Schirmherrschaften bei "Sex and Society" und "Council for Mental Health", die verloren gingen. Am vergangenen Wochenende wurde bekannt, dass auch "Det Norske Jentekor", also "Der Norwegische Mädchenchor", seine Zusammenarbeit mit Haakons Ehefrau einstellt. "Vertrauensbrüche und Unwahrheiten" Am Mittwoch dann der nächste Rückschlag: Der norwegische Bibliotheksverband rückte von der Prinzessin ab. "Der Vorstand ist der Ansicht, dass es problematische Aspekte im Zusammenhang mit Vertrauensbrüchen und Unwahrheiten gibt", hieß es in überraschend scharfer Wortwahl in einer Mitteilung an die Öffentlichkeit. Es ist die nächste Organisation, die sich auf das Versprechen beruft, welches nicht eingehalten wurde. Man habe vergeblich auf Erklärungen der Frau von Kronprinz Haakon gewartet, hieß es in der Stellungnahme des Verbandes. Die Kontakte zwischen der Prinzessin und dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bleiben damit das zentrale Vakuum, das weder von ihr selbst noch vom Königspalast gefüllt wird. Gab es deshalb am Mittwoch eine außerordentliche Sitzung des norwegischen Staatsrats? Wie zuerst die Zeitung "Verdens Gang" berichtete, waren König Harald und Kronprinz Haakon bei der überraschenden Zusammenkunft anwesend. Normalerweise findet ein solch formelles Treffen zwischen dem König und der Regierung immer am Freitag statt. Was das Ganze so nebulös macht: Das Treffen tauche in keinem Kalender auf. Kommunikationschefin Anne Kristin Hjukse vom Büro des Ministerpräsidenten bestätigte die Sitzung, erklärte jedoch, dass der Inhalt des außergewöhnlichen Treffens geheim ist – und aufgrund des Sicherheitsgesetzes nicht veröffentlicht werden darf. "So geheim, dass es Interesse weckt" Kommentatoren, darunter Lars Nehru Sand vom staatlichen Rundfunk NRK, bezeichneten dies als höchst ungewöhnlich. "Dass eine Angelegenheit so geheim ist, dass sie nur mit dem König im Staatsrat behandelt werden kann, weckt zusätzliches Interesse daran", sagte Sand. Unklar bleibt, worum genau sich das Treffen drehte. Es könne sich um internationale Krisen, militärische Fragen oder ein ganz anderes Thema gedreht haben, rätseln norwegische Royal-Experten. Auch die Möglichkeit, dass die Krise des norwegischen Königshauses diskutiert wurde, sei denkbar. Klar ist nur: Rund 76 Minuten habe die Runde gedauert. Fraglich bleibt zudem, wann die Kronprinzessin überhaupt wieder öffentlich auftritt. Seit dem 28. Januar 2026 hat sie keine Termine mehr im Namen der Krone wahrgenommen. Zuletzt mehrten sich Meldungen, wonach es Mette-Marit gesundheitlich immer schlechter gehe. In einigen Monaten wird zudem das Urteil gegen ihren Sohn erwartet. Ob bis zum 25. August 2026 die Wogen geglättet sind? Dann steht die Silberhochzeit von Mette-Marit und Haakon an. Ein festlicher Anlass, der aktuell so gar nicht in die Stimmungslage in Norwegen passen will.