Mette-Marit: Wirbel um Gesundheit von Norwegens Kronprinzessin

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Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit muss wegen ihrer Lungenerkrankung operiert werden. Das ist seit Monaten bekannt. Führen neueste Meldungen also in die Irre? Ist es derzeit wirklich die betitelte "große Sorge um Norwegens Kronprinzessin" oder doch Sensationsgier, die einige Medien dazu verleitet, über Mette-Marits Gesundheitszustand zu berichten? Am Dienstag verschickte eine große deutsche Boulevardzeitung eine Eilmeldung, die aufsehenerregend klang: "Mette-Marits Gesundheitszustand 'deutlich verschlechtert' – Vorbereitung für Lungentransplantation eingeleitet". Zunächst war als Quelle von einer offiziellen Mitteilung des norwegischen Königshauses die Rede. Allerdings war dort nirgends eine solche Presseerklärung zu finden. Wenn der norwegische Palast eine Neuigkeit zu verkünden hat, wird dies mit einer Pressemitteilung auf der offiziellen Webseite "The Royal House of Norway" getan. Tatsächlich drehen sich die letzten beiden Statements dort um Norwegens Kronprinzessin. Nur: Sie sind fast zwei Monate beziehungsweise sogar drei Monate alt. Am 28. Januar nahm Mette-Marit zum Gerichtsprozess ihres Sohns, Marius Borg Høiby, Stellung. Einen Monat zuvor, am 19. Dezember, gab es neue Informationen über den Gesundheitszustand der 52-Jährigen. "Deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustands" Damals hieß es, Mette-Marit habe sich im Herbst mehreren Untersuchungen unterzogen, "die eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitszustands der Kronprinzessin" belegten. Daher habe die medizinische Abteilung beschlossen, die "notwendigen Schritte für die Prüfung einer möglichen Lungentransplantation" einzuleiten. Sogar der Leiter der Abteilung für Lungenheilkunde am Universitätskrankenhaus Oslo wurde wörtlich zitiert und sagte: "Wir nähern uns dem Punkt, an dem eine Lungentransplantation notwendig sein wird, und wir treffen die erforderlichen Vorbereitungen." Die Mitteilung des Palasts endete mit den Worten, Mette-Marit benötige "ein gezieltes Trainingsprogramm, Ruhe und körperliche Erholung". Ihr Programm zur Wahrnehmung der königlichen Pflichten werde entsprechend "an ihren Gesundheitszustand angepasst". Norwegens Palast im Dezember: Mette-Marit braucht eine neue Lunge Nutzte Mette-Marit ihre Krankheit strategisch? Arzt widerspricht Skandal um Mette-Marit: Jetzt wird es existenziell Seitdem herrscht Aufregung beim norwegischen Boulevard und auch im Ausland. Regelmäßig stellen Medien neue Anfragen an den Palast, um herauszufinden, wie es der Kronprinzessin geht. Nur: Seit dem 19. Dezember hat sich an der Lage nichts verändert – oder zumindest an der Kommunikation und somit dem Wissensstand zu Mette-Marits Erkrankung. Erst Norwegen, dann Großbritannien – jetzt Deutschland Dies zeigte sich vor genau einer Woche, als das britische Magazin "Hello!" aus einer neuen Presseanfrage eine Geschichte konstruierte und schrieb: "Die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit bereitet sich nach einer 'negativen Entwicklung' ihres Gesundheitszustands auf eine Lungentransplantation vor." Also eine Geschichte mit einer Information betitelte, die seit drei Monaten bekannt ist. Hintergrund war, dass der norwegische Fernsehkanal TV2 kurz die Presseabteilung des norwegischen Palasts um eine aktuelle Stellungnahme gebeten hatte – und diese dann auf die Erklärung aus dem Dezember verwies. "Wie bekannt ist, leidet die Kronprinzessin an der chronischen Erkrankung Lungenfibrose", hieß es da, und weiter: "Wie wir bereits im Dezember mitgeteilt haben, hat sich der Gesundheitszustand der Kronprinzessin in letzter Zeit deutlich verschlechtert." Kurioserweise passierte nun in Deutschland das, was in Großbritannien bereits vor einer Woche und in Norwegen vor fast zwei Wochen geschah: Verschiedenste Medien sprangen auf – und machten aus einer alten Verlautbarung eine Geschichte mit einem nicht vorhandenen Nachrichtenwert. Die Aufregung rührt vermutlich daher, dass Teile der norwegischen Yellow Press inzwischen unruhig werden und Paparazzi engagieren, die versuchen sollen, neue Bilder der Kronprinzessin aufzutreiben. Denn die Ehefrau des künftigen Königs, Kronprinz Haakon, hat seit dem 28. Januar 2026 keinen öffentlichen Termin mehr wahrgenommen. Damals besuchte sie anlässlich des 100-jährigen Jubiläums die Bibliothek von Fredrikstad. Neues Bild von Mette-Marit "erregt Aufsehen" Auch im Zuge des am 3. Februar gestarteten Prozesses gegen ihren Skandalsohn Marius trat Mette-Marit nicht mehr auf. Und auch, als neue Enthüllungen rund um Mette-Marits Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bekannt wurden, gab es nur eine Stellungnahme, aber keine Pressekonferenz oder dergleichen. Also kursierte in dieser Woche ein Abschuss von Mette-Marit, den das norwegische Boulevardmagazin "Se og Hør" veröffentlichte. Die Kronprinzessin ist in einem Auto zu sehen; der Schnappschuss erweckt den Eindruck, ihr Gesicht sei aufgedunsener als sonst. Das Foto soll am Sonntagnachmittag aufgenommen worden sein. Der Titel zu der Aufnahme lautete: "Erregt Aufsehen". Wie angemessen es ist, eine Frau, bei der 2018 eine Lungenfibrose diagnostiziert wurde und die offenbar einen besorgniserregenden Gesundheitszustand aufweist, mit solchen Abschüssen zu porträtieren, müssen die jeweiligen Medien selbst entscheiden. Nur eines wird dadurch nicht klarer: wie es Mette-Marit geht – oder ob sich ihr Krankheitsverlauf verschlimmert hat, so wie es die neuen Meldungen suggerieren. Denn die zitierten Erklärungen des Königshauses sind exakt die gleichen wie schon vor vielen Monaten.
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