Morgens tränende Augen? Was dahintersteckt

latest news headlines 6 tage vor
Flipboard
Tränen die Augen morgens nach dem Aufstehen öfters, kann das Sorgen bereiten. Was verursacht die Beschwerden und wann ist ein Arztbesuch ratsam? Für tränende Augen am Morgen kommen viele Auslöser infrage. Hier finden Sie einen kurzen Überblick über die möglichen Ursachen. Augentränen durch trockene Augen Wenn die Augen tränen, sind sie oftmals eigentlich zu trocken und dadurch gereizt. Als Folge produzieren die Tränendrüsen häufig sogenannte Reflextränen. Diese sind jedoch wässriger als die eigentliche Tränenflüssigkeit. Da sie sich kaum auf der Augenoberfläche halten können, tragen sie wenig zur Befeuchtung bei und laufen über den Lidrand ab. Tränende Augen: Können sie psychische Ursachen haben? Sind die Augen zu trocken, liegt das häufig daran, dass die Tränendrüsen oder Meibomdrüsen im Lidrand nicht richtig funktionieren, etwa als Folge einer chronischen Lidrandentzündung ( Blepharitis ). Weitere mögliche Auslöser für trockene und dadurch bereits morgens tränende Augen sind: trockene Raumluft (etwa durch Klimaanlagen oder Heizung) im Schlaf nicht vollständig schließende Augenlider Medikamente, die als Nebenwirkung die Tränenbildung verringern Augentränen durch Allergien Manche Allergien können vor allem nachts zu schaffen machen, wenn Betroffene besonders intensiv Kontakt zu den allergieauslösenden Stoffen (Allergene) haben. Das kann etwa bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben , Tierhaare , Waschmittel oder Weichspüler der Fall sein, wenn sich die Allergene im Bettzeug finden. Kommt es als Folge zu allergischen Reaktionen, können sich diese nachts oder morgens nach dem Aufstehen durch Beschwerden wie tränende, gerötete und/oder juckende Augen sowie eine verstopfte oder laufende Nase bemerkbar machen. Augentränen durch Augenentzündungen Tränen die Augen morgens nach dem Aufstehen, kann dies auch ein Hinweis auf eine Augenentzündung sein, etwa eine Bindehautentzündung (Konjunktivitis). Häufig geht diese mit weiteren Beschwerden einher, wie geröteten und brennenden Augen sowie einem weißlich-gelblichen Ausfluss, der die Augen morgens verklebt. Augentränen durch Reizfaktoren beim Schlafen Wenn die Augen morgens tränen, stecken mitunter bestimmte äußere Einflüsse dahinter, die die Augen reizen, etwa: Kosmetikrückstände im und am Auge nach unzureichendem Abschminken (wie Resten von Mascara, Eyeliner, Lidschatten oder Make-up-Creme) Kontaktlinsen, wenn diese über Nacht im Auge verblieben sind Tabakrauch im Schlafzimmer Augentränen durch gestörten Tränenabfluss Für gewöhnlich fließt die Tränenflüssigkeit über das sogenannte Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel ab und wird über die Tränenkanäle in die Nase geleitet. Sind diese jedoch blockiert oder verengt, sammelt sich die Flüssigkeit und fließt schließlich über den Lidrand ab. Ist der Tränenkanal verstopft, können die Augen morgens und zu anderen Tageszeiten tränen. Meist betrifft das Tränen nur ein Auge. Augentränen durch Lidfehlstellungen Mit zunehmendem Alter erschlafft die Haut und auch der bindegewebige Halteapparat im Augenbereich. Das kann sich bei älteren Menschen auch an den Augenlidern bemerkbar machen und (nicht nur morgens) zu tränenden Augen führen. Folgende Lidfehlstellungen nehmen im höheren Alter zu: Ektropium: Hierbei ist (meist das untere) Augenlid nach außen gekippt, wodurch das Tränenpünktchen im inneren Augenwinkel nicht mehr am Augapfel anliegt. Als Folge laufen die Tränen über den unteren Lidrand ab. Ist kein vollständiger Lidschluss möglich, kann es darüber hinaus zu Augenreizungen und Trockenheit kommen. Entropium: Hierbei ist (meist das untere) Augenlid nach innen gedreht, sodass die Wimpern auf der Hornhaut reiben. Das reizt das Auge und führt zu vermehrtem Tränenfluss. Wann zum Arzt? Häufig treten morgens tränende Augen nur kurzfristig auf und bessern sich rasch von selbst. Bestehen die Beschwerden jedoch über längere Zeit, sollten Betroffene die möglichen Ursachen ärztlich abklären lassen. Das gilt insbesondere, wenn die Beschwerden nur einseitig auftreten oder weitere Symptome wie Schmerzen, Rötungen oder Sehprobleme hinzukommen.
Aus der Quelle lesen