Mehrere Teilnehmerinnen der Sendung "My Style Rocks" beklagen öffentlich ausstehende Zahlungen. Der Sender hat nun eine interne Prüfung eingeleitet. In der Sport1-Sendung "My Style Rocks" präsentieren die Teilnehmerinnen einer Jury ihre Outfits. Doch nun haben einige davon öffentlich beklagt, dass sie für ihre Mitwirkung nicht oder nur teilweise bezahlt wurden. Zunächst meldete sich Reality-TV-Bekanntheit Walentina Doronina unter einem Instagram-Post der Show zu Wort und forderte die Begleichung ihrer "offenen Rechnung". Daraufhin schlossen sich mindestens fünf weitere Kandidatinnen mit ähnlichen Vorwürfen an. Vor seinem Tod durch Krebs: James Van Der Beek hatte Steuerschulden Der Sender Sport1 hat auf die Anschuldigungen reagiert und eine interne Prüfung eingeleitet. "Wir treten direkt mit den betroffenen Personen in Kontakt, um offene Fragen zu klären", erklärte eine Sprecherin auf Anfrage von "DWDL". Man nehme die Vorwürfe "sehr ernst" und wolle sicherstellen, dass alle vertraglich vereinbarten Leistungen ordnungsgemäß vergütet werden. "My Style Rocks"-Teilnehmerin fordert 8.500 Euro Die Vorwürfe der Kandidatinnen gehen über ausstehende Gagen hinaus. Einige beklagen auch, dass ihnen ausgelegtes Shoppinggeld, Spritkosten und Kosten für Übergepäck nicht erstattet wurden. Kyoko Li, auf Instagram als model.lily.lee bekannt, gab an, noch auf ihr Gewinngeld in Höhe von 3.000 Euro zu warten. Mariama Bah, die unter anderem bei "Big Brother" und der Netflix-Reality-Show "Fight for Paradise" zu sehen war, bezifferte ihre ausstehende Summe auf 8.500 Euro. In einer Instagram-Story erklärte Walentina Doronina, die bereits in zahlreichen Reality-Formaten wie "Ex on the Beach" und "Forsthaus Rampensau Germany" mitgewirkt hat, ihre Beweggründe für den öffentlichen Protest: "Wenn man so mit mir und anderen Kandidatinnen umgeht und wirklich Kandidaten inklusive mir nicht ausbezahlt, ist das wirklich heftig. Wir waren Kandidaten in einer Show und haben dafür gearbeitet." Auf E-Mails sei nicht reagiert worden. Sport1 betonte im Gespräch mit "DWDL", dass man bis zum vergangenen Freitag davon ausgegangen sei, "dass alle vertraglichen Verpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt wurden". Die Sprecherin versicherte: "Sollten im Rahmen der Prüfung berechtigte Ansprüche festgestellt werden, werden diese selbstverständlich entsprechend ausgeglichen." Nach aktuellem Stand lägen keine Hinweise auf systematische Versäumnisse vor. Die Prüfung der Vorgänge dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach DWDL-Informationen soll die bisherige Praxis einiger Reality-Teilnehmerinnen in Sachen Rechnungslegung "durchaus unorthodox" gewesen sein – von kurzen WhatsApp-Nachrichten mit unterschiedlich konkreten Forderungen ist die Rede. In die Prüfung wird offenbar auch die Buchhaltung des türkischen Medienkonzerns Acunmedya eingebunden, der die Show produziert und seit einiger Zeit 50 Prozent der Anteile an Sport1 besitzt.