Nach Protassewitschs Verhaftung: Diplomaten diskutieren EU-Sanktionen gegen Belarus

6 monate vor


Der russische Premierminister Michail Mischustin traf sich am Donnerstag in Minsk mit seinem belarussischen Amtskollegen Roman Golowtschenko nach der Notlandung des Ryanair-Fluges in der belarussischen Hauptstadt. "Wir drängen darauf, die Situation mit der Notlandung in Minsk nicht zu politisieren und unterstützen die Position unserer belarussischen Partner hinsichtlich der Notwendigkeit und Bereitschaft, eine transparente internationale Untersuchung durch die Luftfahrtbehörden durchzuführen", sagte Mischustin. Am Donnerstag haben außerdem die Außenminister der Europäischen Union bei einem informellen Treffen in Lissabon über weitere Wirtschaftssanktionen gegen Weißrussland beraten. "Wir müssen mit den Sanktionen schneller vorankommen. Die Arbeit hat bereits begonnen, und der Rat wird zu gegebener Zeit entscheiden", erklärte der Hohe Vertreter der EU für Außenpolitik, Josep Borrell. Der deutsche Außenminister Heiko Maas sagte, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko "keine Zukunft" ohne russische Unterstützung habe, als er in Lissabon zu den Medien sprach und warnte, dass bald mehr Sanktionen gegen Minsk folgen könnten. Die EU verbot belarussischen Fluggesellschaften die Nutzung des EU-Luftraums und der Flughäfen und forderte andere Fluggesellschaften auf, Belarus nicht zu überfliegen. Am 23. Mai musste ein Ryanair-Flugzeug auf dem Flug von Athen nach Vilnius nach einer angeblichen Bombendrohung in Minsk zwischenlanden. Eine Gefahr durch eine Bombe bestätigte sich später nicht. Bei einer Kontrolle der Passagiere durch das Flughafenpersonal wurde der in Weißrussland gesuchte Roman Protassewitsch verhaftet. Dieser ist, zusammen mit Stepan Putilo, Mitbegründer des oppositionellen Telegram-Kanals Nexta, der in Weißrussland als extremistisch eingestuft ist. Aus dem weißrussischen Außenministerium hieß es, dass der Flughafen die Nachricht über eine vermeintliche Bombe an Bord des Flugzeugs per E-Mail erhalten habe und die Flugbesatzung nicht zum Landen gezwungen worden sei. Minsk sei bereit, eine Aufnahme des Gesprächs zwischen den Flughafenbeamten und der Flugbesatzung vorzulegen, aber keines der europäischen Länder habe den Wunsch geäußert, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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