Nahost-Krieg: Tödliche Raketen auf Helfer – Israel nennt Grund

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Nach Angaben der israelischen Regierung liegt der Hamas ein Vorschlag für einen Waffenstillstand vor. Mitarbeiter einer Hilfsorganisation sterben bei einem israelischen Raketenangriff. Mehr Informationen im Newsblog. Getötete Helfer: Israelische Armee spricht von "schwerem Fehler" 1.18 Uhr: Der israelische Generalstabschef Herzi Halevi hat den Tod mehrerer Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) im Gazastreifen durch einen israelischen Luftschlag als "schweren Fehler" bezeichnet und sein Bedauern ausgedrückt. "Der Angriff wurde nicht in der Absicht durchgeführt, den WCK-Helfern zu schaden. Es war ein Fehler, der auf eine falsche Identifizierung folgte – in der Nacht während eines Krieges unter sehr komplexen Bedingungen. Das hätte nicht passieren dürfen", sagte Halevi in der Nacht zum Mittwoch in einer Videostellungnahme. Das habe eine vorläufige Untersuchung ergeben. Nähere Einzelheiten nannte er nicht. "Dieser Vorfall war ein schwerer Fehler", sagte Halevi. Ein unabhängiges Gremium werde den Vorfall gründlich untersuchen und "in den nächsten Tagen abschließen", fuhr der israelische Generalstabschef weiter fort. Die Armee werde aus den Schlussfolgerungen lernen "und sie sofort umsetzen", sagte Halevi. Die Armee nehme "aus tiefstem Herzen" Anteil an der Trauer der Angehörigen und der Hilfsorganisation. World Central Kitchen hatte am Vortag den Tod von sieben Mitarbeitern im Gazastreifen bestätigt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach in einer Videobotschaft von einem "tragischen Fall eines unabsichtlichen Treffers unserer Streitkräfte gegen Unschuldige im Gazastreifen". Man prüfe den Vorfall und werde alles tun, damit sich Derartiges nicht wiederhole. Mittwoch, 3. April 2024 USA: Israel für Angriff in Damaskus verantwortlich 22.28 Uhr: Israel ist nach Einschätzung der US-Regierung für den Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus verantwortlich. Das machte die stellvertretende Pentagon-Sprecherin Sabrina Singh bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Washington deutlich. Singh war danach gefragt worden, ob die USA an dem Luftangriff am Montag beteiligt gewesen seien. Darauf antwortete sie: "Die USA haben keinen Angriff in Damaskus durchgeführt. Ich möchte Sie auf die Israelis verweisen, um mit ihnen über ihren Angriff zu sprechen." Die Nachfrage, ob es die offizielle Einschätzung der US-Regierung sei, dass Israel für den Schlag verantwortlich sei, bejahte die Sprecherin: "Das ist unsere Einschätzung." Am Montag waren bei einem Luftangriff auf das iranische Botschaftsgelände in der syrischen Hauptstadt Damaskus zwei Brigadegeneräle und fünf weitere Mitglieder der mächtigen iranischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet worden. Die IRGC sind Irans Elitestreitmacht. Sie werden mächtiger eingeschätzt als die konventionellen Streitkräfte. Der Iran verurteilte die Attacke scharf und drohte Erzfeind Israel mit Vergeltung. Ein israelischer Militärsprecher sagte auf Anfrage, man kommentierte keine Berichte in ausländischen Medien. Israels Präsident entschuldigt sich bei Gründer von Hilfsorganisation 21.36 Uhr: Israels Präsident Izchak Herzog entschuldigt sich nach dem Tod mehrerer internationaler Helfer im Gazastreifen beim Gründer der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK). Er habe mit José Andrés telefoniert und ihm sein tiefes Bedauern über den "tragischen Verlust der Leben der WCK-Mitarbeiter" ausgedrückt, schreibt der israelische Staatspräsident auf der Plattform X. Er habe dabei auch eine aufrichtige Entschuldigung ausgesprochen und den Angehörigen der Getöteten sein Beileid bekundet. Die Hilfsorganisation hatte am Dienstag den Tod von Mitarbeitern im Gazastreifen durch einen Luftangriff bestätigt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach in einer Videobotschaft von einem "tragischen Fall eines unabsichtlichen Treffers unserer Streitkräfte gegen Unschuldige im Gazastreifen". Israel werde die Tragödie gründlich untersuchen, schreibt Herzog. Der Präsident bedankt sich demnach auch bei Andrés für das Engagement seiner Hilfsorganisation für Israelis und Palästinenser. "Der Präsident bekräftigte Israels Verpflichtung, humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Gaza zu liefern und aufzustocken", heißt es in der Mitteilung Herzogs weiter. Luftschlag gegen Hilfsorganisation: US-Regierung fordert Aufklärung 20.02 Uhr: Die US-Regierung zeigt sich angesichts des israelischen Angriffs gegen einen Hilfskonvoi der Organisation "World Central Kitchen" "empört". Das erklärt John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates. Die Vereinigten Staaten erwarteten eine weitergehende Untersuchung des Angriffs. Raketenangriff: Starkoch äußert sich zu getöteten Mitarbeitern 18.57 Uhr: Der Gründer der World Central Kitchen ist besonders in den USA kein Unbekannter: José Andrés ist als Koch ein Star. Nun spricht er über seine bei einem israelischen Raketenangriff ums Leben gekommenen Mitarbeiter. Mehr dazu lesen Sie hier. Schiff mit 240 Tonnen Lebensmitteln kehrt nach Zypern zurück 18.46 Uhr: Ein mit 240 Tonnen Lebensmitteln beladenes Schiff kehrt nach Zypern zurück. Lediglich ein Drittel der Hilfslieferungen habe vor dem israelischen Angriff, bei dem sieben Helfer getötet wurden, entladen werden können, sagt ein zyprischer Vertreter. Zwei Drittel befänden sich auf dem Rückweg nach Zypern. Insgesamt bestand der am 30. März in Larnaka gestartete Konvoi aus vier Schiffen. Vereinigte Arabische Emirate stellen Seeroute für Hilfsgüter ein 18.28 Uhr: Die Vereinigten Arabischen Emirate stellen Hilfslieferungen über den Seeweg von Zypern in den Gazastreifen vorübergehend ein. Zunächst müsse die Tötung von Helfern vollständig aufgeklärt werden, sagt ein Vertreter des Landes zu Reuters. Zudem müsse es Sicherheitsgarantien geben. Der Hilfseinsatz über die Seeroute wurde größtenteils von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert. Angriff auf Hilfskonvoi: Baerbock fordert "gründliche" Untersuchung 18.01 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) fordert Israel nach dem tödlichen Angriff auf einen Hilfskonvoi der US-Organisation World Central Kitchen im Gazastreifen zu rascher Aufklärung und Schutz für humanitäre Helfer auf. "Die israelische Regierung muss diesen schrecklichen Vorfall schnell und gründlich aufklären", erklärt Baerbock im Online-Dienst X. Ihr "tiefes Mitgefühl" gelte den Familien der sieben getöteten Mitarbeiter von World Central Kitchen, die bei dem "israelischen Luftangriff in Gaza" getötet worden seien. Baerbock bekräftigt zudem ihre Forderung an die israelische Regierung, die Sicherheit humanitärer Hilfslieferungen zu gewährleisten. "Vorfälle wie dieser dürfen nicht passieren", so die Außenministerin. Großbritannien bestellt israelischen Botschafter ein 17.29 Uhr: Großbritannien bestellt den israelischen Botschafter wegen der Tötung von Helfern im Gazastreifen ein. Außenminister David Cameron hatte zuvor auf X erklärt, mit seinem israelischen Kollegen Israel Katz gesprochen zu haben. Der Tod der sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen sei völlig inakzeptabel. Unter den Toten sind auch drei Briten. Israel müsse zügig erläutern, wie es zu dem Vorfall kommen konnte und Änderungen vornehmen, um die Sicherheit von Helfern zu gewährleisten. Netanjahu räumt unbeabsichtigten Angriff auf Hilfskonvoi 13.58 Uhr: Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu räumt einen unbeabsichtigten Angriff auf humanitäre Helfer im Gazastreifen ein. "Leider ist es gestern zu einem tragischen Zwischenfall gekommen, bei dem unsere Streitkräfte unbeabsichtigt unschuldige Menschen im Gazastreifen getroffen haben", sagt Netanjahu in Jerusalem . "Das passiert im Krieg, wir prüfen es gründlich." Seine Regierung stehe mit den Regierungen der betroffenen Personen in Kontakt und werde "alles tun, damit so etwas nicht noch einmal passiert". Bei dem Angriff auf einen Konvoi der US-Organisation World Central Kitchen waren nach deren Angaben Mitarbeiter aus Australien , Polen und Großbritannien getötet worden. Zu den Opfern zählen zudem eine Person mit doppelter Staatsangehörigkeit aus den USA und Kanada sowie ein oder mehrere Palästinenser. Die Hilfsorganisation wirft Israel einen "gezielten Angriff" vor. Netanjahu: Neuer Vorschlag für Waffenstillstand liegt Hamas vor 13.50 Uhr: Ein neuer Vorschlag für einen Waffenstillstand und die Freilassung von Geiseln liegt laut dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu der Hamas vor. Der Entwurf sei bei Gesprächen in Kairo unter Vermittlung von Ägypten ausgearbeitet worden, teilt Netanjahus Büro mit. Israel setze darauf, dass die Schlichter stärkeren Druck auf die Hamas ausüben werden, um ein Abkommen zu erzielen. Wagenknecht für Waffenembargo gegen Israel 13.07 Uhr: Parteigründerin Sahra Wagenknecht fordert ein sofortiges Waffenembargo gegen Israel. "Das Sterben in Gaza und die Angriffe Israels in Nachbarländern müssen unverzüglich enden", sagt Wagenknecht. "Dass Mitarbeiter internationaler Hilfsorganisationen, die Hungernde versorgen wollten, ins Visier der israelischen Armee geraten sind, muss Konsequenzen haben." Da sich Israels Regierung allen Appellen widersetze und das humanitäre Völkerrecht mit Füßen trete, solle die Bundesregierung mit dem Waffenembargo reagieren, meint die Vorsitzende der neuen Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). "Es ist zutiefst heuchlerisch, wenn einerseits international humanitäre Hilfe organisiert wird, anderseits westliche Staaten Waffen liefern, um das Töten von vor allem Frauen und Kindern fortzusetzen. Das ist zumindest eine indirekte Beteiligung an Kriegsverbrechen der israelischen Regierung." Der Bundestag solle nächste Woche entscheiden, ob weiter Waffen für den Krieg in Gaza geliefert werden dürfen, fordert Wagenknecht. "Deutsche Staatsräson – für Israels Sicherheit einzustehen – muss im Zweifel auch bedeuten, eine außer Kontrolle geratene israelische Regierung zur Räson zu bringen." Irans Staatsoberhaupt Chamenei droht Israel mit Vergeltung 12.14 Uhr: Nach dem mutmaßlich israelischen Angriff auf das iranische Botschaftsgelände in Syriens Hauptstadt Damaskus droht Irans Staatsoberhaupt mit Vergeltung. "Das boshafte Regime wird durch unsere tapferen Männer bestraft werden", sagt Ajatollah Ali Khamenei laut einer Mitteilung. Israels Armee will Tod von Helfern gründlich untersuchen 11.45 Uhr: Nach dem Tod von sieben Mitarbeitern der Hilfsorganisation World Central Kitchen (WCK) bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff hat die Armee eine eingehende Untersuchung angekündigt. Der israelische Armeesprecher Daniel Hagari sagt: "Gestern Abend hat sich ein Vorfall in Gaza ereignet, der den tragischen Tod von Mitarbeitern von World Central Kitchen zur Folge hatte, während sie ihre essenzielle Aufgabe erfüllten, Menschen in Not Nahrung zu bringen." Israels Armee sei an internationales Recht gebunden. "Wir sind verpflichtet, unsere Einsätze gründlich und transparent zu untersuchen", sagt Hagari. "Ich habe gerade mit dem WCK-Gründer Chef José Andrés gesprochen, und das tiefste Beileid der israelischen Verteidigungskräfte gegenüber den Familien und der ganzen WCK-Familie ausgesprochen", führte der Militärsprecher aus. "Wir haben den Vorfall auf höchster Ebene überprüft, um die Umstände dessen, was passiert ist, zu verstehen, und wie es passiert ist", berichtet Hagari. "Wir werden eine Untersuchung eröffnen, um diesen schwerwiegenden Vorfall weiter zu prüfen. Dies wird uns dabei helfen, die Gefahr zu verringern, dass sich so ein Vorfall wiederholt." Er spricht dabei von der Untersuchung durch ein unabhängiges und professionelles Expertengremium. Polen fordert Aufklärung von Israel nach Tod von Helfern in Gaza 10.39 Uhr: Nach dem Tod mehrerer Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen bei einem Luftangriff im Gazastreifen fordert Polen von Israel Aufklärung. Man überprüfe die Information vom Tod eines polnischen Staatsbürgers mit großer Dringlichkeit, sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Warschau . "Wir haben die israelische Botschaft, die Sicherheitskräfte und die israelischen Streitkräfte um Klärung gebeten." Bislang stütze man sich auf die Informationen der Hilfsorganisation selbst sowie auf Medienberichte. "Wir wissen, dass der Beschuss im nördlich-zentralen Teil des Gazastreifens stattfand, und dass unter den Menschen, die dabei starben, ein polnischer Staatsbürger erwähnt wird." Das Außenministerium kondoliert der Familie des getöteten Helfers, ohne dessen Tod offiziell bestätigt zu haben. "Wir sprechen der Familie des polnischen Freiwilligen, der der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen Hilfe brachte, unser tiefes Mitgefühl aus", heißt es auf der Plattform X. Polen akzeptiere nicht die Missachtung des humanitären Völkerrechts und des Schutzes der Zivilbevölkerung, zu der auch die humanitären Helfer gehörten. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt Przemysl, Wojciech Bakun, stammt der getötete Freiwillige aus seiner Stadt. "Man kann mit Worten nicht beschreiben, was die Menschen, die diesen fantastischen jungen Mann kannten, im Moment fühlen", schreibt Bakun auf Facebook. Przemysl liegt an Polens Grenze zur Ukraine . Hisbollah kündigt Reaktion nach Angriff in Syrien an 9.50 Uhr: Nach dem mutmaßlich israelischen Luftangriff auf ein Gebäude der iranischen Botschaft in Syrien betont die Hisbollah, dass der Angriff nicht ohne Folgen bleiben werde. Die pro-iranische Miliz im Libanon erklärte in der Nacht: "Sicherlich wird dieses Verbrechen nicht vergehen, ohne dass der Feind Strafe und Rache erfährt." Der israelische Feind glaube noch immer, dass die Eliminierung von Anführern den entschlossenen Widerstand des Volkes stoppen könne, hieß es weiter. Anschlag auf iranische Botschaft: Das soll dahinterstecken Der Iran ist der größte Unterstützer der Hisbollah im Libanon. Die Schiitenmiliz kämpft politisch, aber auch mit Gewalt gegen Israel. Sie zählt zu Irans "Achse des Widerstands". Mit ihrer eigenen Miliz kontrolliert sie vor allem den Süden des Libanons an der Grenze zu Israel, von Schiiten bewohnte Viertel der Hauptstadt Beirut sowie die Bekaa-Ebene im Norden des Landes. Auch in Syrien ist die Hisbollah aktiv. Dort kämpft sie an der Seite der Regierungstruppen von Machthaber Baschar al-Assad. Der Iran und Russland sind Assads wichtigste Verbündete im syrischen Bürgerkrieg. Angriff in Syrien: Iranischer Präsident kündigt Vergeltung an 9.49 Uhr: Nach der Tötung von zwei iranischen Generälen in Syrien hat Irans Präsident Ebrahim Raisi den mutmaßlich israelischen Luftangriff scharf verurteilt. Er sprach in einer Mitteilung von einem "terroristischen Verbrechen" unter "grober Verletzung internationaler Vorschriften", wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet. "Dieses heimtückische Verbrechen wird nicht unbeantwortet bleiben", heißt es in der Mitteilung weiter. Bericht: Japan hebt Finanzierungssperre für UNRWA auf 5.04 Uhr: Der japanischen Nachrichtenagentur Jiji zufolge hebt Japan die Aussetzung der Finanzierung für das Palästinenser-Hilfswerk der Vereinten Nationen UNRWA auf. TV-Sender nennt drohendes Verbot in Israel "Eskalation" 4.23 Uhr: Der von der katarischen Regierung finanzierte Sender Al Jazeera bezeichnet Israels Bemühungen, den Sender im Land abzuschalten, als Eskalation. Das Vorgehen sei Teil einer Reihe systematischer israelischer Angriffe, um den Sender zum Schweigen zu bringen, heißt es in einer Erklärung, die am späten Montagabend veröffentlicht wurde. Al Jazeera weist außerdem die Anschuldigungen, die Sicherheit Israels zu gefährden, als "gefährliche und lächerliche Lüge" zurück. Mehr dazu lesen Sie hier. Israel will US-Bedenken zu Rafah berücksichtigen 4.10 Uhr: Israel will nach eigenen Angaben die Bedenken der USA in Hinblick auf die israelische Offensive in Rafah im Gazastreifen berücksichtigen. Dies ergab ein zweistündiges virtuelles Gespräch zwischen hochrangigen Regierungsvertretern der beiden Länder am Montagabend. US-Vertreter brachten dabei ihre Besorgnis über Israels Pläne zum Ausdruck. Die Israelis erklärten sich bereit, diese Bedenken zu beachten, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Iran verurteilt mutmaßlich israelischen Luftangriff 3.00 Uhr: Nach dem mutmaßlich israelischen Luftangriff auf die iranische Botschaft in Syrien bezeichnet die Ständige Vertretung des Iran bei den Vereinten Nationen (UN) den Angriff als Verletzung der Charta der UN, des Völkerrechts und des grundlegenden Prinzips der Unverletzlichkeit diplomatischer und konsularischer Einrichtungen. Der Angriff sei eine erhebliche Bedrohung für den Frieden und die Sicherheit in der Region. Die Ständige Vertretung des Iran fordert außerdem den UN-Sicherheitsrat auf, den Angriff zu verurteilen. Hamas: Israelischer Luftangriff tötet wohl fünf Mitarbeiter von NGO 1.06 Uhr: Bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind palästinensischen Medienberichten zufolge fünf Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Central Kitchen getötet worden. Unter den Opfern des Angriffs auf ein Fahrzeug südlich von Dair al-Balah im Zentrum des abgeriegelten Küstenstreifens befänden sich demnach vier ausländische Staatsangehörige aus Polen, Australien, Irland und Großbritannien sowie ihr palästinensischer Fahrer, berichtete die "Times of Israel". Die israelische Armee schrieb dazu in der Nacht auf Telegram, das Militär führe "eine gründliche Untersuchung auf höchster Ebene durch, um die Umstände dieses tragischen Vorfalls zu verstehen". Die Hilfsorganisation, die der in den USA lebende spanische Starkoch José Andrés gründete, schrieb auf der Plattform X, ihr seien die Berichte bekannt. "Das ist eine Tragödie". Humanitäre Helfer und Zivilisten sollten niemals zur Zielscheibe werden, hieß es. World Central Kitchen betreibt im Gazastreifen zusammen mit örtlichen Partnern Gemeinschaftsküchen, die Mahlzeiten für die palästinensische Bevölkerung zubereiten. Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober vergangenen Jahres stellte sie Millionen an Mahlzeiten zur Verfügung. Derzeit beteiligt sich die Organisation auch an Hilfslieferungen, die seit März von Zypern aus über das Meer in das Kriegsgebiet gelangen. Sie hat dabei auch die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort übernommen. Foto- und Videoaufnahmen, die in der Nacht in sozialen Medien kursierten, sollen die getöteten Mitarbeiter von World Central Kitchen zeigen. Zu sehen seien ihre Leichen in Schutzwesten und ihre blutverschmierten Pässe. Insider: USA erwägen milliardenschwere Militärhilfen für Israel 0.40 Uhr: Die Regierung von US-Präsident Joe Biden erwägt Insidern zufolge eine Freigabe eines 18 Milliarden Dollar schweren Rüstungspakets für Israel. Das Paket beinhalte unter anderem F-15-Flugzeuge und Munition, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Verkauf von 25 F-15-Jets von Boeing an Israel werde seit einer israelischen Anfrage vom Januar 2023 geprüft, sagte einer der Insider. USA: Treffen mit Israel zu geplanter Rafah-Offensive 0.10 Uhr: Vertreter der US-Regierung und der israelischen Führung wollen voraussichtlich in der kommenden Woche bei einem Treffen über Israels geplante Bodenoffensive in der Stadt Rafah im Gazastreifen beraten. Nach einer Videoschalte mit Vertretern beider Seiten veröffentlichte das Weiße Haus am Montag eine gemeinsame Stellungnahme, in der ein persönliches Treffen in der kommenden Woche in Aussicht gestellt wurde. Weitere Details blieben zunächst offen. Hochrangige Vertreter beider Regierungen hatten per Videokonferenz über die von Israel geplante Bodenoffensive in Rafah beraten. In der Erklärung hieß es, das Gespräch habe zwei Stunden gedauert und sei konstruktiv gewesen. Für die US-Seite waren unter anderem der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan und Außenminister Antony Bn dabei. Für die israelische Seite waren unter anderem der Nationale Sicherheitsberater Zachi Hanegbi und der Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, zugeschaltet. In der Erklärung hieß es, beide Seiten verfolgten das gemeinsame Ziel, die islamistische Hamas in Rafah im Süden des Gazastreifens zu besiegen. "Die US-Seite äußerte ihre Bedenken gegenüber verschiedenen Vorgehensweisen in Rafah." Die israelische Seite wiederum habe sich bereiterklärt, diese Bedenken zu berücksichtigen und weitere Gespräche zu führen. Aktivisten: Versuchter Angriff auf US-Truppen in Syrien 0 Uhr: Pro-iranische Milizen aus dem Irak haben nach Angaben von Aktivisten am späten Montagabend versucht, US-Truppen im Südosten Syriens mit einer Drohne anzugreifen. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, die Drohne sei von den US-Truppen abgeschossen worden. Zunächst reklamierte keine Gruppe den Angriff auf den von US-Truppen genutzten Militärstützpunkt Al-Tanf in der Nähe der jordanischen und irakischen Grenze für sich. Ob es dabei Schäden oder Verletzte gab, blieb unklar. Das US-Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Zuvor waren am Montagnachmittag bei einem mutmaßlich israelischen Luftangriff in der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Angaben aus Teheran zwei Generäle der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet worden. Fünf weitere IRGC-Mitglieder seien dabei ebenfalls ums Leben gekommen. Der Iran macht Israel für den tödlichen Angriff auf die Konsularabteilung der iranischen Botschaft in Damaskus verantwortlich. Ältere Nachrichten zum Krieg im Nahen Osten lesen Sie hier .
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