Die Mannschaft von Trainer Antonio di Salvo hat mit den kämpferischen Gästen keine großen Probleme. Ein Legionär überragt für die DFB-Elf. Pflichtaufgabe souverän gelöst: Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat ihr EM-Qualifikationsspiel gegen Nordirland klar mit 3:0 (2:0) gewonnen und hat nun in der kommenden Woche ein Endspiel um den Gruppensieg gegen Griechenland. Nicolò Tresoldi vom FC Brügge mit einem Doppelpack (11./Foulelfmeter, 41.) und Nelson Weiper (90.) erzielten am Freitagabend die Tore. Nach dem Pflichtsieg steht für das Team von Trainer Antonio Di Salvo nun am Dienstag (ab 18 Uhr im Liveticker bei t-online) in Griechenland das Endspiel um den Gruppensieg in der EM-Qualifikation an. Die Griechen gewannen gegen Malta mit 5:0 und führen die Gruppe weiter an. Tresoldis Elfmeter war zu platziert "Es war unsere Aufgabe, das Spiel zu gewinnen. Jetzt wollen wir auch in Griechenland gewinnen", sagte Di Salvo bei ProSieben Maxx. Mit einem Sieg in Athen beim Tabellenführer würde die deutsche Nachwuchsnationalmannschaft die Spitze der Qualifikationsgruppe übernehmen. Gegen Nordirland gab es vor 10.391 Zuschauern in Braunschweig keine Zweifel am Erfolg. Tresoldi lenkte das Spiel mit seinen zwei Treffern zeitig in die Richtung, die sich Di Salvo erhofft hatte. "Ich bin glücklich, dass ich zwei Dinger gemacht habe", sagte Tresoldi. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte der Mainzer Joker Nelson Weiper (90.). Die sehr tief stehenden Nordiren luden die deutsche Mannschaft zum ersten Treffer ein. Ein Rückpass von Shea Kearney geriet zu kurz. Tresoldi schnappte sich den Ball und ging zu Boden, als er Torhüter Fraser Barnsley umkurvte. Beim anschließenden Strafstoß ahnte der Keeper zwar die Ecke, aber der Ball des Stürmers vom FC Brügge war zu platziert. Beim 2:0 war Tresoldi nach einem hohen Ball per Kopf der Nutznießer. Unweit seiner langjährigen Fußball-Heimat Hannover trumpfte der 21-Jährige in seinem 23. Länderspiel für die U21 mit den Toren 11 und 12 groß auf. "Wir wussten, was auf uns zukommt" Nach dem Seitenwechsel traf der eingewechselte Augsburger Mert Kömür, der ein belebender Faktor im deutschen Offensivspiel war, die Latte (49.). Nordirland gab nicht auf und hätte auch auf 1:2 verkürzen können. "Wir wussten aus dem Hinspiel, was auf uns zukommt", sagte der Kölner Said El Mala, der viel versuchte, aber der ohne den ganz großen Moment blieb. Nach der 2:3-Niederlage im vergangenen Jahr gegen die Griechen steht die deutsche Auswahl in der EM-Qualifikation unter großem Druck. Für die Endrunde im nächsten Jahr in Albanien und Serbien qualifizieren sich neben den beiden Gastgebern die neun Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite. Die acht verbleibenden Gruppenzweiten bestreiten Play-offs, um die letzten vier Endrundenteilnehmer zu ermitteln.