Die Darts Regulation Authority schließt trans Frauen ab sofort von reinen Frauen-Turnieren aus. Für die Niederländerin Noa-Lynn van Leuven bedeutet das laut eigener Aussage das Karriereende. Ab sofort dürfen trans Frauen nicht mehr an reinen Frauen-Turnieren im Darts teilnehmen. Die Dachorganisation Darts Regulation Authority (DRA) hat in diesen Tagen eine entsprechende Richtlinie veröffentlicht, die der führende Weltverband PDC übernommen hat. Für die niederländische Spielerin Noa-Lynn van Leuven bedeutet dies das Ende ihrer Karriere im Frauen-Darts. In einem Instagram-Video sprach die 29-Jährige von einem Rücktritt, den sie sich nicht ausgesucht habe. Van Leuven sagte: "Ich habe jahrelang so verdammt hart dafür gearbeitet, um bis hierhin zu kommen. Und nun, mit nur einer Entscheidung, bekomme ich gesagt, dass ich nicht mehr dazugehöre." Bei gemischten Turnieren darf van Leuven weiterhin starten. Dazu zählt auch die Darts-WM im Londoner Alexandra Palace, an der sie bereits zweimal teilgenommen hat. Van Leuven betonte, es gehe nicht nur um sie. "Das ist der nächste schwere Schlag für die Trans-Community, insbesondere nach den jüngsten Entscheidungen, die das IOC getroffen hat", sagte sie. Das Internationale Olympische Komitee hatte beschlossen, trans Frauen von der Frauenkategorie auszuschließen. Zudem sollen sich künftig alle Sportlerinnen Geschlechtertests unterziehen, um an internationalen Frauen-Wettbewerben teilnehmen zu dürfen. Van Leuven beklagte außerdem, jeden Tag werde es für trans Menschen schwerer, zu existieren oder an Wettbewerben teilzunehmen. "Wir wollen einfach nur sein", sagte die Niederländerin. Sie hatte 2022 eine Hormontherapie abgeschlossen und war im Dezember 2024 als erste trans Frau bei der Darts-WM gestartet.