Er hat vor Olympia auf die Medaille gehofft, aber nicht damit gerechnet. Nun muss der Schweizer Gregor Deschwanden Wettschulden einlösen. Aus Predazzo berichtet Melanie Muschong Er wollte sich eine ganz besondere Motivation setzen, um eine Medaille bei den Olympischen Spielen zu gewinnen. Nichtsahnend, dass er seine Edelmetallwette dann auch einlösen muss. Denn der Schweizer Skispringer Gregor Deschwanden gewann beim Sieg von Philipp Raimund in Predazzo Bronze von der Normalschanze. Er teilte sich den historischen Moment mit dem Japaner Ren Nikaidō. Auf der Pressekonferenz wurde Deschwanden dann darauf angesprochen, dass er sich ja ein Tattoo im Falle eines Medaillengewinns stechen lassen wollte. Auch wenn er nach eigener Aussage "überhaupt nicht der Tattoo-Typ" ist, wie er dem Schweizer "Blick" zuvor verriet. DSV-Adler Raimund kürt sich zum Olympiasieger: "Ich bin geisteskrank stolz auf mich" Olympia 2026: Anni Friesinger-Postma – "Nicht mehr gleichen Stellenwert" Überraschender Moment: Shiffrin bringt Olympiasiegerin zum Weinen Deschwandend sagte am Montagabend lachend: "Ja, da sitze ich jetzt drin." Dann führte er aus: "Ich muss noch überlegen, wer das Kreative übernimmt, weil ich bin da nicht so die kreative Ader. Aber trotzdem, Wette ist Wette. Ich freue mich drauf. Ich muss noch entscheiden wo." "Für so etwas löse ich doch gerne diese Wette ein" Dann erklärte er noch: "Für so etwas löse ich doch gerne diese Wette ein." Denn für Deschwanden lief die Saison bis zum Wettkampftag bei Olympia auf der Normalschanze eher durchwachsen. Die beste Weltcup-Platzierung des 34-Jährigen war ein 10. Platz in Garmisch-Partenkirchen von der Großschanze. Der Schweizer freute sich daher sehr und gestand im SRF: "Es ist noch nicht ganz angekommen bei mir. Heute war ich vom Probedurchgang weg im Flow. Manchmal brauchst du Glück und den Tag dafür. Ich bin mega froh, dass es heute mein Tag war." Deschwanden ist erst der dritte Schweizer Skispringer, der bei Olympischen Spielen eine Medaille gewinnen konnte. Weil er selbst nach dem ersten Durchgang, auf dem vierten Platz liegend, nicht mehr an die Medaille geglaubt hatte, hat er auch nicht die Kleidung für die Siegerehrung dabei gehabt. Er sagte dem TV-Sender daher lachend: "Das ist gar nicht meine Jacke, das ist alles ausgeliehen."