Olympia-Urlaub: KI bei Reiseplanung – Deutsche nutzen digitale Hilfe

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KI erleichtert viele Bereiche des Lebens. Auch beim Buchen von Reisen kann sie hilfreich sein, sollte aber mit Vorsicht genossen werden. Künstliche Intelligenz hilft längst nicht mehr nur im Büro. Immer mehr Menschen in Deutschland setzen sie auch ein, um eine Reise zu planen und zu buchen. Eine aktuelle Umfrage von Visa zeigt: Mehr als jede zweite Person in Deutschland kann sich vorstellen, KI für die Planung eines Winterurlaubs zu nutzen. Besonders rund um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano-Cortina 2026 gewinnt das Thema den Angaben nach an Bedeutung. Als wichtigsten Vorteil nennen die 18.000 Befragten aus aller Welt, darunter 1.005 in Deutschland lebende, die große Zeitersparnis. 43 Prozent der befragten Deutschen geben an, Künstliche Intelligenz bereits eingesetzt zu haben, um ihr Wintersporterlebnis zu organisieren. Im Vergleich zu anderen Ländern in Zentraleuropa zeigt sich Deutschland damit besonders offen, so Visa. In den Niederlanden nutzten den Angaben zufolge 36 Prozent KI für Planung oder Buchung, in der Schweiz 33 Prozent und in Österreich 32 Prozent. Olympia für Kurzentschlossene: Sind Unterkünfte noch bezahlbar? Olympia 2026: So sichern sich Fans noch Tickets für die Winterspiele Bei der KI-Nutzung Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Bestes Beispiel ist ein Fall, der zuletzt in Australien die Gemüter erhitzte und Schadenfreude hervorrief. Hier hatte ein Reise-Blog auf der Internetseite eines Reiseunternehmens ein Hirngespinst produziert. In dem durch KI erstellten Text war eine Quelle beschrieben und beworben worden, die gar nicht existiert. Ausflügler suchten sie vor Ort vergebens. Dieses sogenannte Halluzinieren von KI-Modellen kann problematisch sein. Aber auch die mit KI einhergehende Kriminalität ist aktuell ein Thema. Was ist Phishing und wie erkenne ich den Betrug? Laut Marnie Wilking, Security Officer beim niederländischen Reiseriesen Booking, hat generative KI "eine regelrechte Explosion von Online-Phishing-Betrugsmaschen ausgelöst". Auch die Hotel- und Gastgewerbebranche, die lange weitgehend verschont geblieben war, sei inzwischen ins Visier geraten. "In den vergangenen anderthalb Jahren gab es branchenübergreifend weltweit einen Anstieg der Angriffe um 500 bis 900 Prozent – insbesondere beim Phishing", sagte Wilking der Nachrichtenagentur AFP. Reisewebseiten bieten ihrer Meinung nach für Phishing-Betrüger eine besonders lohnende Angriffsfläche, da Reisende dort häufig Kreditkartendaten und persönliche Informationen über ihre Familie angeben oder Ausweisdokumente hochladen müssen.
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