Plötzlich ist der Oscar weg. Die Trophäe von Pavel Talankin verschwindet während einer Reise aus den USA nach Europa. Jetzt reagiert die Fluggesellschaft. Die Lufthansa hat sich beim russischen Regisseur Pavel Talankin entschuldigt, weil dessen Oscar nach einem Flug von New York nach Frankfurt am Main zwischenzeitlich nicht mehr auffindbar war. Die Fluggesellschaft teilte am Freitag mit, die Statue befinde sich mittlerweile "in unserer Obhut" in Frankfurt am Main. Man stehe bereits "in direktem Kontakt mit dem Gast, um die persönliche Übergabe schnellstmöglich zu arrangieren". Talankin hatte den Oscar im März für seinen Dokumentarfilm "Ein Nobody gegen Putin" gewonnen. Wie sein Co-Regisseur David Borenstein am Donnerstag auf Instagram schrieb, durfte er die Statue am Mittwoch auf dem JFK-Flughafen nicht mit ins Flugzeug nehmen – die Behörden hätten ihm gesagt, die Trophäe könne als Waffe benutzt werden. Deshalb wurde sie in einer Pappschachtel verpackt im Frachtraum transportiert. Talankin erklärte der US-Seite "Deadline", er sei schon mindestens ein Dutzend Mal mit dem Oscar im Handgepäck geflogen: "Nie gab es Probleme." Nach der Landung in Deutschland war die Statue nicht auffindbar. Borenstein schrieb weiter: "Ein Oscar wird vermisst." Er erklärte, dass er recherchiert und keinen weiteren Fall habe finden können, in dem eine Person einen Oscar beim Check-in habe abgeben müssen. Daher stellte er die Frage: "Wäre Pavel genauso behandelt worden, wenn er ein berühmter Schauspieler gewesen wäre? Oder wenn er fließend Englisch gesprochen hätte?" Schließlich wandte er sich direkt an die Lufthansa: "Bitte helft uns, ihn zu finden." Letztlich mit Erfolg, wie sich nun herausgestellt hat. Die Lufthansa erklärte schließlich am Freitag, "der sorgsame und sichere Umgang mit dem Eigentum unserer Gäste hat für uns höchste Priorität". Die interne Prüfung, wie es dazu kam, sei "aktuell noch nicht abgeschlossen". Man bedauere die entstandenen Unannehmlichkeiten "aufrichtig" und habe den Eigentümer um Entschuldigung gebeten.