Premier League: Wolverhampton Wanderers kurz vor Abstieg

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Seit sieben Jahren spielen die Wolverhampton Wanderers in der Premier League. Diese Zeit dürfte nun enden. Der Klub ist kaum noch zu retten. Der Abstieg rückt immer näher: Eine herbe Klatsche bei West Ham United hat die Wolverhampton Wanderers am vergangenen Wochenende einen weiteren Schritt in Richtung zweiter englischer Liga gebracht. Das 0:4 bei den Londonern hat den Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze auf 15 Punkte anwachsen lassen. Sechs Spieltage vor Schluss wird die Rettung für den Premier-League-Klub, der bisher gerade einmal 17 Zähler eingefahren hat, damit fast zu einem Ding der Unmöglichkeit. 18 Punkte sind aktuell noch zu vergeben. Schon am kommenden Wochenende könnte der Abstieg besiegelt sein. Sollten die "Wolves" ihr Auswärtsspiel am Samstag bei Leeds United verlieren und Tottenham kurz darauf drei Punkte gegen Brighton einfahren, könnte der Verein sich rechnerisch nicht mehr in der Premier League halten – und müsste Englands höchste Spielklasse nach dann sieben Jahren verlassen. Auch ein Remis in Leeds könnte, abhängig von den Spielergebnissen der Konkurrenz, bereits zum Abstieg führen. Verkorkste Transferpolitik: Strand Larsen trifft nur einmal Schon in vergangenen Jahren zeigte der Trend bei Wolverhampton in eine negative Richtung. Nachdem der Verein in der Saison 2017/2018 unter Nuno Espírito Santo und mit Spielern wie Rúben Neves in die Premier League zurückgekehrt war, galt das Team als unangenehmer Gegner, qualifizierte sich in der ersten Spielzeit seit der Rückkehr als Siebtplatzierter sogar für die Europa League. Doch nach einem weiteren siebten Platz landeten die "Wolves" nur noch auf einem zweistelligen Rang in der Liga. Das bisher schlechteste Ergebnis gab es in der zurückliegenden Saison mit Platz 16. Im Anschluss ließ der Klub unter der Führung des chinesischen Mischkonzerns Fosun International zahlreiche Leistungsträger gehen. Rayan Aït-Nouri verließ den Verein beispielsweise für rund 37 Millionen Euro in Richtung Manchester City . Matheus Cunha schloss sich für fast 75 Millionen Euro Manchester United an. Adäquat ersetzt wurden die Stars jedoch nicht. Zwar gab Wolverhampton im Laufe der Saison fast 150 Millionen Euro für neue Spieler aus. Doch neue Stützen für die Mannschaft verpflichtet der Verein nicht. Bestes Beispiel sind die beiden Stürmer Tolu Arokodare und Jørgen Strand Larsen. Der Nigerianer kam für 26 Millionen Euro, der Norweger kostete sogar 27 Millionen. Die Torausbeute beider Spieler im Wolverhampton-Trikot liest sich jedoch erschreckend. Arokodare gelangen in 28 Ligaeinsätzen bisher drei Treffer. Strand Larsen traf in 22 Partien lediglich einmal – und das per Elfmeter. Im Winter zog er für rund 50 Millionen Euro zu Crystal Palace weiter. Dort steht er nach gerade einmal sieben Partien schon bei drei Toren. "Inakzeptabel, wie viele Gegentore wir kassiert haben" Die schwache Offensive ist das größte Problem der "Wolves". Insgesamt hat das Team gerade einmal 24 Tore in 32 Ligaspielen erzielt – und damit weniger als jede andere Mannschaft in der Liga. Zum Vergleich: Die zweitschlechteste Offensive ist aktuell die von Nottingham Forest mit acht Treffern mehr als Wolverhampton. Doch auch in der Abwehr ist der Qualitätsunterschied zu den anderen Vereinen in der Premier League deutlich. Nur der Tabellenvorletzte Burnley hat mit 63 Gegentoren mehr Treffer kassiert als Wolverhampton mit 58. Gegen West Ham wirkte die Mannschaft trotz einer grundsätzlich ordentlichen Leistung defensiv völlig überfordert. "In der zweiten Halbzeit haben wir ihnen durch unsere Fehler Chancen verschafft, und es ist inakzeptabel, wie viele Gegentore wir kassiert haben", sagte Verteidiger Ladislav Krejčí im Anschluss an die Partie. "Wir entschuldigen uns bei den Fans, nicht nur für dieses Spiel, sondern weil wir unsere Situation kennen und wissen, dass uns das in der Tabelle nicht weiterhilft." Zuletzt hatte noch das Prinzip Hoffnung im Verein gegolten. Trainer Rob Edwards, der im November von Vítor Pereira übernommen hatte, waren im Februar und März einige Erfolge gelungen. So erkämpften sich die "Wolves" ein 2:2 gegen Spitzenreiter Arsenal sowie Siege über die Spitzenteams Aston Villa (2:0) und den FC Liverpool (2:1). Das 0:4 gegen West Ham warf die Mannschaft nun aber bei ihrem Versuch, sich doch noch zu retten, entscheidend zurück. Mit einem Sieg hätte der Rückstand auf das rettende Ufer nur zehn Punkte betragen. "Meine ganze Aufmerksamkeit – und ich glaube auch die der anderen im Verein – galt diesem Spiel, von dem wir dachten, es könnte alles ändern", erklärte Krejčí. Doch die Lage ist nur prekärer geworden. Der Abstieg der Wolverhampton Wanderers ist wohl nicht mehr zu verhindern.
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