Vor 20 Jahren gründete Prinz Harry die Stiftung Sentebale, zog sich zuletzt jedoch nach Unstimmigkeiten daraus zurück. Jetzt geht der Streit vor Gericht. Es war ein Herzensprojekt, das er in Gedenken an seine verstorbene Mutter gegründet hatte. Doch im März vergangenen Jahres zog sich Prinz Harry überraschend aus seiner eigenen Stiftung Sentebale zurück. Genauso wie Prinz Seeiso von Lesotho, mit der er die afrikanische Wohltätigkeits-Organisation 2006 ins Leben gerufen hatte. Es sei "eine niederschmetternde Entscheidung", erklärten die beiden damals in einem gemeinsamen Statement. Hintergrund waren interne Differenzen, die sich zu einem öffentlichen Streit mit der Vorstandsvorsitzenden Sophie Chandauka entwickelten. Sie hatte dem Royal in einem TV-Interview "Mobbing im großen Stil" vorgeworfen. Daraufhin leitete die britische Aufsichtsbehörde eine Untersuchung ein – die Prinz Harry am Ende aber entlastete. Doch nun geht der Streit in die nächste Runde. Die Organisation hat eine Verleumdungsklage gegen den Sohn von König Charles III. am High Court in London eingereicht, wie unter anderem die BBC in Bezug auf Gerichtsakten vom Freitag berichtet. Details zu den konkreten Vorwürfen sind nicht öffentlich. Weder Prinz Harrys Sprecher noch die Stiftung gaben bisher eine Stellungnahme ab. Auch ein enger Freund des Royals und ehemaliger Treuhänder der Stiftung, Mark Dyer, ist von der Klage betroffen. Prinz Harry hatte Sentebale 2006 gemeinsam mit Prinz Seeiso von Lesotho im Andenken an ihre beiden verstorbenen Mütter gegründet. Prinzessin Diana war 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen. Die Organisation unterstützt vor allem Kinder und junge Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind, im südlichen Afrika. Sentebale bedeutet in der dortigen Sprache Vergissmeinnicht, was auch die Lieblingsblumen von Lady Di waren.