Letzte Tests für Flicks DFB-Team: Diese Positionen sind noch vakant

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Zwei Partien absolviert das DFB-Team noch, dann muss der Kader für die Katar-WM stehen. Viele Positionen sind noch vakant.Die Zeit rennt. Genau zwei Monate sind es noch, ehe Deutschland mit seinem ersten Gruppenspiel gegen Japan in die Winter-WM in Katar startet. Zwei Monate, in denen Hansi Flick, der die Bezeichnung "Bundestrainer" nicht mag, seine Top-Elf für das Turnier finden muss. Das Problem: Seine Testmöglichkeiten sind begrenzt.Neben den beiden Nations-League-Partien gegen Ungarn und am kommenden Montag in Wembley gegen England findet am 16. November noch ein letzter Test gegen Oman statt. Die DFB-Elf wird sich vom 14. bis 18. November in der dortigen Hauptstadt Maskat auf das Turnier vorbereiten, ehe sie das Zulal Wellness Resort im Norden Katars bezieht.Schon vorher wird der Bundestrainer seinen Kader nominieren müssen, der genaue Zeitpunkt ist noch unklar. Wie schon bei der Europameisterschaft 2021 dürfen insgesamt 26 Spieler berufen werden, die auch alle auf dem Spielberichtsbogen stehen dürfen. Drei Fußballprofis mehr, denen der Traum von einer WM ermöglicht werden kann. Zudem muss der Bundestrainer etwaige Corona-Fälle und damit kurzfristige Ausfälle mit einkalkulieren.Corona-Fälle müssen einkalkuliert werdenDoch wie ist es um die erste Elf bestimmt? Welche Positionen sind noch vakant? Und welche Spieler müssen sich (eher) keine Sorgen um ihren Stammplatz machen?Unstrittig ist die seit Jahren von Manuel Neuer besetzte Torwartposition. Doch der 36-Jährige, der in Katar mit einer speziellen Binde aufläuft, wird die kommenden Nations-League-Spiele aufgrund seiner Corona-Infektion verpassen. Ebenfalls als gesetzt gilt Antonio Rüdiger, der sich unter Flick zum Abwehrchef mauserte und als Stabilitätsanker sowie Antreiber im Zentrum fungiert. Um den Platz neben ihm duellieren sich die beiden Dortmunder Nico Schlotterbeck und Niklas Süle. Und auch Mats Hummels hat Flick zumindest ein Hintertürchen offengelassen.Wer spielt rechts hinten?Auf der Linksverteidigerposition schien sich in den letzten Partien der Neu-Leipziger David Raum festgespielt zu haben. Sollte Flick vom 4-2-3-1 zum 5-4-1 wechseln, dürfte auch Robin Gosens, nach langer Abstinenz wieder im Kreis des DFB, eine lukrative Option für das Flügelspiel sein.Spannender sieht es da schon auf der rechten Seite aus. Der momentan verletzte Lukas Klostermann hat seinen Job im Juni ordentlich gemacht. Ihm fehlt jedoch der Zug zum Tor, genauso wie Thilo Kehrer. Im 5-4-1 dürfte die Rolle des Schienenspielers eindeutig Jonas Hofmann zufallen. Der Gladbacher mag kein besonders filigraner Techniker sein, brillierte im DFB-Dress zuletzt aber mit Pass- und Torjägerqualitäten. Und auch Benjamin Henrichs, im Hinspiel gegen Italien zumindest in der Startelf, gehört zum erweiterten Kandidatenkreis für die rechte Defensivseite.Im defensiven Mittelfeld ist Bayern-Star Joshua Kimmich samt seiner gefürchteten Chip-Bälle gesetzt. Er wird in Neuers Abwesenheit auch die Kapitänsbinde tragen. Sollte Klub-Partner Leon Goretzka, der wie Neuer wegen Corona erst mal ausfällt, bei der WM fit sein, dürfte der zweite Platz auf der Sechserposition an ihn gehen – auch wenn mit Ilkay Gündogan eine erstklassige Alternativ bereitsteht.Ein Neuner, der nicht spieltOffensiv scheint der Bundestrainer derweil die Qual der Wahl zu haben. Mit Thomas Müller, Serge Gnabry, Leroy Sané, Kai Havertz, Timo Werner, Julian Brandt, Jamal Musiala sowie dem verletzten Marco Reus hat der Bundestrainer acht Leute für vier Offensivpositionen – und Rechtsaußen Hofmann ist da noch nicht einmal mit eingerechnet.Zudem befindet sich mit Lukas Nmecha vom VfL Wolfsburg zumindest ein klassischer Neuner im Kader, der mit hohen Flanken gefüttert werden kann. Im Ranking der Angreifer befindet er sich allerdings hinter Timo Werner und Kai Havertz, die zuletzt die Position in der Zentrale innehatten. Die kommenden Duelle dürften wieder etwas mehr Aufschluss darüber geben, wie die erste Elf in Katar aussehen soll. Auf allzu große Experimente wird Flick verzichten. Denn mit Dreiern gegen Ungarn und England stünde Deutschland als Sieger der Gruppe 3 in Liga A fest – und würde damit im kommenden Jahr am "Final Four" der Nations League teilnehmen. Eine lukrative Aussicht, sich auf höchstem Niveau messen zu können, schließlich wird das DFB-Team keinerlei Qualifikationsspiele für die Heim-EM 2024 bestreiten müssen.
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