PUTINS KRIEG: "Das ist eine absolut heikle Mission!"

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PUTINS KRIEG: "Das ist eine absolut heikle Mission!" Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine hat am Montag ein Frachtschiff mit einer Ladung Getreide den Hafen von Odessa am Schwarzen Meer verlassen. Das türkische Verteidigungsministerium teilte mit, das Frachtschiff «Razoni» habe sich beladen mit Mais auf den Weg in den Libanon gemacht. Das Schiff fahre unter der Flagge von Sierra Leone. Es hatte nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 26 000 Tonnen Mais geladen. Daten des automatischen Identifizierungssystems der «Razoni» zeigten, dass das Schiff am Morgen begleitet von einem Schlepper langsam seinen Liegeplatz im Hafen von Odessa verließ. Die «Razoni» sollte am Dienstag in Istanbul eintreffen, wo die Ladung geprüft werden soll. Von dort sollte das Schiff seine Fahrt nach Libanon fortsetzen. In dem von einer schweren Wirtschaftskrise gebeutelten Land wird die Ladung dringend gebraucht, um die Bevölkerung versorgen zu können. Der ukrainische Minister für Infrastruktur, Olexander Kubrakow, bestätigte das Auslaufen des Schiffes. «Heute unternimmt die Ukraine gemeinsam mit ihren Partnern einen weiteren Schritt zur Verhinderung des Hungers in der Welt», teilte der Minister mit. Aber auch die Ukraine profitiere: «Die Freigabe der Häfen wird der Wirtschaft Deviseneinnahmen in Höhe von mindestens einer Milliarde Dollar bescheren und dem Agrarsektor die Möglichkeit geben, für das nächste Jahr zu planen.» In Moskau begrüßte Kreml-Sprecher Dmtri Peskow das Auslaufen des Schiffes als sehr positiv. Dieser Schritt werde dazu beitragen, die Effizienz der bei den Gesprächen in Istanbul vereinbarten Mechanismen auf die Probe zu stellen, sagte Peskow in Moskau. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar sagte, die «Razoni» werde am Dienstagnachmittag in Istanbul an der Einfahrt zum Bosporus anlegen. Dort könnten dann gemeinsame Teams aus russischen, ukrainischen, türkischen und UN-Beamten für Inspektionen an Bord gehen. Akar warnte in einem Interview mit der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, die weltweite Nahrungsmittelkrise drohe eine ernsthafte Migrationswelle von Afrika nach Europa und in die Türkei auszulösen. In der Mitteilung des türkischen Verteidigungsministeriums hieß es, auch andere Schiffe würden die ukrainischen Häfen über die sicheren Korridore verlassen, wie es am 22. Juli in Istanbul vereinbart worden seien. Details zu ihrer Ladung und Route wurden nicht genannt. Das ukrainische Infrastrukturministerium teilte mit, 16 weitere Schiffe seien im Hafen von Odessa zum Auslaufen bereit. Die Vereinten Nationen begrüßten die Entwicklung und teilten mit, Generalsekretär António Guterres hoffe, dass der Frachter nur das erste von vielen Schiffen sein werde, die ukrainisches Getreide ins Ausland transportierten. Die Lieferungen brächten dringend benötigte Stabilität und Erleichterung für die weltweite Nahrungsmittelsicherheit. Russland und die Ukraine unterzeichneten Abkommen mit der Türkei und den Vereinten Nationen, um die Ausfuhr von 22 Millionen Tonnen Getreide und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zu ermöglichen, die wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine in den Häfen am Schwarzen Meer nicht ausgeliefert werden konnten. Die Vereinbarungen erlauben Russland den Export von Getreide und Düngemitteln. Der türkische Verteidigungsminister lobte die Arbeit eines gemeinsamen Koordinationszentrums, das mit russischen, ukrainischen, türkischen und UN-Vertretern besetzt ist. Das Zentrum sei ein Ort, an dem die gegnerischen Seiten miteinander ins Gespräch kommen können, sagte Akar. «Trotz der Höhen und Tiefen gibt es ein gutes Umfeld für den Dialog.» #putin #krieg #russland #ukraine Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Abonniere den WELT YouTube Channel http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Unsere Reportagen & Dokumentationen http://bit.ly/WELTdokus Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram https://bit.ly/IGWELTTV WELT auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2022 erstellt
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