RAKETENKRIEG: Warum die Hamas gerade jetzt die Jerusalem-Frage eskaliert | WELT Thema

1 monat vor


Israel hat nach Raketensalven militanter Palästinenser Luftangriffe auf den Gazastreifen geflogen. Die islamistische Hamas und andere militante Organisationen in Gaza feuerten bis Dienstagmorgen mehr als 200 Raketen ab, von denen einige bis ins rund 100 Kilometer entfernte Jerusalem flogen. Nach israelischen Militärangaben wurden sechs Zivilisten verletzt. Israel reagierte unter anderem mit einem Drohnenangriff, bei dem laut Medienberichten in Chan Junis ein Mann getötet wurde. Insgesamt gab es nach Angaben der Behörden in Gaza 24 Tote, darunter neun Kinder. Am Montag war es auf dem Tempelberg in Jerusalem zu heftigen Zusammenstößen zwischen der israelischen Polizei und Palästinensern gekommen. Palästinenser bewarfen Sicherheitskräfte und am Fuß des Tempelbergs betende Juden mit Steinen. Dabei wurden laut Polizei 21 Beamte verletzt. Die Polizei setzte Blendgranaten und Tränengas ein, die auch das Gelände der Al-Aksa-Moschee auf dem Berg trafen. In Jerusalem und im besetzen Westjordanland gab es binnen 24 Stunden mehr als 700 Verletzte, von denen knapp 500 in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Die im Gazastreifen regierende Hamas stellte Israel ein Ultimatum bis Montagabend, ihre Truppen vom Komplex um die Al-Aksa-Moschee und aus dem Jerusalemer Stadtviertel Scheich Dscharrah abzuziehen, wo palästinensischen Familien die Zwangsräumung droht. Das Oberste Gericht Israels verschob eine dazu anstehende Entscheidung. Nach Ablauf der Frist wurden in der Nacht Raketen abgefeuert. Dutzende von ihnen fing das israelische Abwehrsystem ab. Ein Geschoss traf jedoch ein Haus in einem Jerusalemer Außenbezirk. Im Süden Israels wurde ein Mann leicht verletzt, als eine Rakete ein Fahrzeug traf. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte am Montag, die Hamas habe eine rote Linie überschritten und kündigte eine harte Reaktion an. «Wir werden keinen Angriff auf unser Gebiet, in unserer Hauptstadt, auf unsere Bürger und Soldaten dulden», sagte Netanjahu. «Wer immer uns angreift, wird einen hohen Preis zahlen», fügte der israelische Regierungschef hinzu. Die Gefechte könnten eine Weile dauern. Das Militär erklärte, es habe während der Nacht Dutzende Luftangriffe auf Gaza geflogen und dabei Tunnel und Raketenwerfer der Hamas attackiert. Mindestens acht Extremisten seien getroffen worden. Am Dienstagmorgen gab es Anzeichen einer möglichen Deeskalation. Beim Morgengebet in der Al-Aksa-Moschee gab es keine Zusammenstöße. Israel hatte seine Polizeipräsenz offenbar eingeschränkt. Ein Amateur-Video zeigten Gläubige, die zu Tempelberg zogen und in Sprechchören ankündigten, Blut und Seele für die Al-Aksa-Moschee zu opfern. #hamas #jerusalem #raketen Der WELT Nachrichten-Livestream http://bit.ly/2fwuMPg Abonniere den WELT YouTube Channel http://bit.ly/WeltVideoTVabo Die Top-Nachrichten auf WELT.de http://bit.ly/2rQQD9Q Unsere Reportagen & Dokumentationen http://bit.ly/WELTdokus Die Mediathek auf WELT.de http://bit.ly/2Iydxv8 WELT Nachrichtensender auf Instagram https://bit.ly/IGWELTTV WELT auf Instagram http://bit.ly/2X1M7Hk In eigener Sache: Wegen des hohen Aufkommens unsachlicher und beleidigender Beiträge können wir zurzeit keine Kommentare mehr zulassen. Danke für Eurer Verständnis - das WELT-Team Video 2021 erstellt
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