Rassismus und Sexismus in der Kultur

5 monate vor


Die deutsche Kultur ist sehr weiß, sehr männlich, und nicht besonders divers. Man braucht nur in die Verlagsvorschauen, in die Museen, oder in das deutsche Fernseh- und Kinoprogramm zu schauen, um das zu erkennen. In der Filmbranche etwa sind aktuellen Umfragen zufolge Sexismus und Rassismus weit verbreitet. Die Musikbranche hat ähnliche Probleme. Überall in der Kultur und in den Medien fehlt es an Repräsentation und Teilhabe von Minderheiten, und Frauen, die als nicht weiß, deutsch, oder westlich wahrgenommen werden, müssen doppelt hart kämpfen, um sich zu behaupten. Die, die es trotzdem schaffen, reden oft nicht über ihre Erfahrungen, aus Angst anzuecken oder sich ihre Chancen noch weiter zu verbauen. Wir haben mit Frauen gesprochen, die nicht schweigen, sondern über strukturelle Diskriminierung in ihren Berufen sprechen und auch Lösungsvorschläge haben: Musikerin Celina Bostic, Schriftstellerin Mithu Sanyal, Schauspielerin Pegah Ferydoni, Künstlerin Moshtari Hilal und Journalistin Şeyda Kurt. Ein Film von Yasemin Ergin Kamera: Thomas Henkel, Jacek Komander, Knut Muhsik und Andrea Rumpler Schnitt: Friederike Junker Redaktion: Edith Beßling Produktionsleitung: Katja Theile Quellen: Umfrage zu Vielfalt und Diskriminierung in der Filmbranche: https://vielfaltimfilm.de/ergebnisse/ Spiegel Bestsellerlisten von Januar 2020 bis Ende April 2021, eigene Auswertung Die Umfrage zu Migration und Vielfalt an Museen ist Teil einer noch nicht abgeschlossenen Studie: https://www.imis.uni-osnabrueck.de/forschung/3_migrationsgesellschaften/kulturproduktion_in_der_migrationsgesellschaft_kultmix.html Außerdem: Die Organisation Neue Deutsche Medienmacher*innen hat im letzten Jahr eine Studie zu (mangelnder) Diversität in deutschen Medienhäusern veröffentlicht: https://neuemedienmacher.de/fileadmin/dateien/PDF_Borschueren-Infomaterial-Flyer/20200509_NdM_Bericht_Diversity_im_Journalismus.pdf In dieser Studie des Deutschen Zentrum für Integration- und MIgrationstudien geht es unter anderem auch um Menschen mit Migrationshintergrund in Kulturbetrieben: https://www.dezim-institut.de/fileadmin/user_upload/Projekte/Eliten/ResearchNotes_04_201030_ansicht.pdf
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