Reizdarm: Diese Lebensmittel begünstigen Bauchschmerzen

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Bauchschmerzen und Durchfall sind häufige Symptome bei einem Reizdarm. Für die Funktionsstörung gibt es bislang keine Heilung, nur lindernde Maßnahmen.Dennoch lassen sich die Beschwerden bei den meisten Betroffenen mit der richtigen Ernährung oder bestimmten Medikamenten lindern.Reizdarm als Ursache für krampfartige BauchschmerzenDie Diagnose Reizdarm beschreibt eine Funktionsstörung des Darms. Die fachliche Bezeichnung der Krankheit lautet "Reizdarmsyndrom" (RDS). Betroffene haben unterschiedliche Symptome, die nicht permanent, sondern oft in bestimmten Situationen wie Stress in Erscheinung treten können.Einige Anzeichen müssen laut den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) für eine Reizdarm-Diagnose gegeben sein. Demnach müssen chronische, krampfartige Bauchschmerzen beziehungsweise Blähungen in der Regel mit Veränderungen im Stuhlgang einhergehen und länger als drei Monate anhalten. Zudem muss ein Arzt bestätigen, dass die Schmerzen in Zusammenhang mit dem Darm stehen. Typisch ist auch, dass die Beschwerden so stark sind, dass die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist und weiterhin keine Anzeichen für konkrete Krankheiten vorliegen.Ernährung bei Reizdarm: So lindern Sie die Bauchschmerzen Es gibt bisher kein Mittel, mit dem sich die Funktionsstörung dauerhaft und nachhaltig behandeln lässt. Betroffene sollten es mit einer Ernährungsumstellung versuchen und sich hier mit ihrem Arzt absprechen. Ein vorher geführtes Ernährungstagebuch, das Patienten dem Mediziner vorlegen, kann bei der Aufstellung des individuellen Ernährungsplanes helfen. Je nach den Symptomen, die Ihnen hauptsächlich Probleme bereiten, gibt es unterschiedliche Ernährungstipps:Wenn Sie vor allem mit Blähungen und Bauchschmerzen zu kämpfen haben, sollten Sie Ballaststoffe und blähende Gemüsesorten möglichst vermeiden. Um Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Knoblauch, Nüsse, fast alle Kohlsorten, Hefe und Beerenobst einen großen Bogen zu machen, wird Ihnen helfen. Pflanzliche Mittel wie Pfefferminzöl, Kümmel, Anis oder Fenchel sind zu empfehlen, da Sie bei Blähungen helfen.Bei Durchfall ist es ratsam, dass Sie ebenfalls versuchen sich ballaststoffarm zu ernähren und zusätzlich den Konsum von Milchprodukten stark reduzieren. Außerdem kann es helfen, wenn Sie auf Alkohol und Koffein verzichten. Zusätzlich können Präparate mit Flohsamenschalen helfen, da diese im Darm aufquellen und die Nahrung verdicken.Ist Verstopfung das Problem, sollten Sie regelmäßig frühstücken und idealerweise Ballaststoffe wie Kleie in das Frühstück mit aufnehmen. Außerdem ist es hier wichtig, dass Sie viel trinken und versuchen, möglichst viel Obst und Gemüse zu essen.Weitere Therapiemöglichkeiten bei einem ReizdarmNeben einer Ernährungsumstellung können auch eine kombinierte psychotherapeutische Behandlung gegen Reizdarm und krampfartige Bauchschmerzen helfen. Dabei geht es vor allem darum, die Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit beim Reizdarmsyndrom zu verbessern. Dabei lernen Sie Ihre Gefühle genau zu beschreiben, wodurch sich häufig die Darmtätigkeit verbessert. Von einem Patentrezept kann hier nicht die Rede sein, aber Sie können mitunter lernen, besser mit der Krankheit umzugehen und somit die medikamentöse Behandlung und Ernährungsumstellung sinnvoll ergänzen.Medikamentös können laut "Pharmazeutischer Zeitung" nämlich ausschließlich die Symptome behandelt werden. Plagen die Patienten krampfartige Bauchschmerzen, können Butylscopolamin, Mebeverin und Pfefferminzöl geeignet sein. Sprechen Sie sich jedoch zuvor mit Ihrem Arzt ab, welche Medikamente für Sie individuell infrage kommen.Plagen Sie krampfartige Bauchschmerzen, muss es aber nicht unbedingt ein Reizdarm sein. Ein genauer Befund sollte erst vom Arzt diagnostiziert werden. Solange und auch während einer Behandlung ist es zu empfehlen, dass Sie Ihren Bauch schonen und sich wenig Stress aussetzen. Auch einfache Wärmeumschläge können bereits helfen, Ihre Bauchschmerzen oder Magenkrämpfe zu lindern.
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