Rheinmetall: Krisen bescheren Rüstungskonzern Milliardengewinne

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Deutschlands größter Rüstungskonzern macht Milliardengewinne. Wie die geopolitische Unsicherheit Rheinmetall in die Karten spielt. Rheinmetall hat im vergangenen Jahr Rekordumsätze erzielt. Dabei profitiere der Konzern von der angespannten sicherheitspolitischen Lage, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Rheinmetall sieht sich und seine Produkte in einer zunehmend wichtigen Position, um die Verteidigungsfähigkeit in Deutschland und dessen Partnerländern zu erhöhen. Der Vorstandschef der Rheinmetall AG, Armin Papperger , sagte: "Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist bestens vorbereitet. Sein Konzern werde auch gebraucht, um "eine wirksame Abschreckung zu schaffen. Rüstungsindustrie : Nach Kauf der Lürssen-Marinefirma: Rheinmetall sticht in See "Achse des Widerstands" : Das Terrornetzwerk zersplittert Was führte Rheinmetall zum Erfolg Zum Erfolg des Unternehmens habe auch Übernahme des Bremer Marineunternehmens NVL (Naval Vessels Lürssen) beigetragen, sagt Papperger. Dabei handelt es sich um eine Werft in Wilhelmshaven , zwei in Hamburg und eine in Wolgast . Man habe 2.900 Mitarbeiter von NVL übernommen, so Papperger. NVL baut Schiffe für Deutschlands Marine und die Marine anderer Staaten sowie für Behörden: Zum Produktportfolio gehören Fregatten, Korvetten, Patrouillenboote, Versorgungsschiffe und Minenräumer. Die Autozuliefersparte will Rheinmetall indes aufgeben. Künftig wolle man keine Bauteile für Automobil- und Energiewirtschaft mehr herstellen und sich stattdessen vollständig auf das Rüstungsgeschäft konzentrieren. Wachsende Umsätze in mehreren Sparten Im vergangenen Jahr waren die Umsätze des Konzerns um 29 Prozent auf rund 9,9 Milliarden Euro nach oben geklettert. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich 2025 um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro, das Ergebnis nach Steuern lag mit 0,8 Milliarden Euro allerdings nur drei Prozent über dem Vorjahreswert. Die Lieferung von Rad- und Kettenfahrzeugen brachten dem Unternehmen ein Plus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. So lag der Umsatz im Bereich Vehicle Systems 2025 bei 4,9 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 3,7 Milliarden Euro gewesen. Teil des Erfolgs waren vor allem die Lieferung von Wechsellader-Lkw und taktische Fahrzeugprogramme wie die Boxer-Radpanzer für Großbritannien und die Bundeswehr. Auch mit Waffen und Munition sowie Schutzsystemen erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 3,5 Milliarden Euro und lag 27 Prozent über dem Vorjahreswert. Der wichtigste Abnehmer war dabei die Ukraine . Auch Deutschland und weitere Nato-Staaten trugen als Abnehmer zu dem Umsatzwachstum bei. Positive Prognosen für 2026 Die Auftragsbücher der Rheinmetall AG sind prall gefüllt. Der sogenannte Backlog liegt bei 63,8 Milliarden Euro, so viel war es noch nie. Hierbei sind verbindliche Aufträge und Rahmenverträge inkludiert. Das in Rahmenverträgen enthaltene Auftragsvolumen muss nicht zwangsläufig ausgeschöpft werden, angesichts der aktuell hohen Nachfrage ist das aber sehr wahrscheinlich. Für das Jahr 2026 will Deutschlands größter Rüstungskonzern sein ohnehin schon rasantes Wachstumsergebnis noch steigern und ein Umsatzplus von 40 bis 45 Prozent erzielen.
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