Rüdiger von Fritsch: Wie sehr profitiert Putin vom Iran-Krieg? | maischberger

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Kommt Trump diplomatisch aus dem Iran-Krieg heraus? Und verbessert der Iran-Krieg Wladimir Putins angespannte Lage? 💻 maischberger in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/maischberger-am-25-03-2026/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtN2FlOTFiNGMtZmIzYy00YjFlLTg4MDYtMjcyNTVjMGM0NjRi 🎧 maischberger als Podcast: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:2ded75cb7cecdfbb/ Die USA hätten sich jedoch möglicherweise in der Reaktionsbereitschaft Irans verschätzt, erklärt Rüdiger von Fritsch im Gespräch mit Sandra Maischberger. Teheran könne asymmetrisch agieren und gezielt Druck über Dritte ausüben, etwa über die Energieinfrastruktur in der Region. Mit Blick auf Donald Trump verweist von Fritsch auf unklare Entscheidungsprozesse und eine womöglich zu einfache militärische Kalkulation. Dass Trump gar keine Strategie hat, glaube von Fritsch zwar nicht, er sieht jedoch Zielkonflikte – insbesondere mit Israel – sowie ein übergeordnetes Interesse Trumps an geopolitischer Energiedominanz. Trumps Umgang mit dem Iran bewertet der frühere Botschafter skeptisch. Mit Blick auf die Äußerungen Trumps, es habe bereits ein Regime Change stattgefunden, sagt Fritsch, der US-Präsident verwechsle grundlegende politische Veränderungen mit rein personellen Anpassungen und stelle die Lage zu positiv dar: „Er redet sich möglicherweise eine Situation schön“. Für Deutschland fordert von Fritsch eine klare Interessenpolitik. Die Bundesregierung müsse ihre Position behaupten, dies habe Merz mit seiner Absage an einen deutschen Einsatz in der Straße von Hormus richtig gemacht. Man dürfe aber zugleich die sicherheits- und wirtschaftspolitische Abhängigkeit von den USA nicht ausblenden. Russland profitiere kurzfristig vom Krieg, erklärt von Fritsch, insbesondere durch gestiegene Einnahmen infolge veränderter Energiepolitik. Mittel- und langfristig bleibe die wirtschaftliche Lage jedoch angespannt, geprägt von stagnierendem Wachstum und Inflation. Grundsätzlich habe sich die US-Außenpolitik verschoben: Die Sicherheit Europas und der Ukraine stehe nicht mehr im Zentrum amerikanischer Interessen. Trumps Handeln habe vielmehr seinen eigenen Nutzen im Blick. Für die Ukraine zeichne sich eine schwierige Abwägung ab. Ein möglicher Gebietsverzicht betreffe Millionen Menschen, die unfreiwillig unter russische Kontrolle geraten könnten. Die Entscheidung darüber liege letztlich bei Kiew selbst, betont von Fritsch. Militärisch habe Russland seine ursprünglichen Ziele bislang verfehlt und setze zunehmend auf einen Zermürbungskrieg. Dieser könne nur beendet werden, wenn Moskau an die Grenzen seiner Möglichkeiten gebracht werde. Innenpolitisch wachse zugleich der Druck auf das Regime, nicht zuletzt durch die wirtschaftlichen Belastungen der Bevölkerung. Die Sendung vom 25.03.2026 in der Mediathek: https://www.ardmediathek.de/video/maischberger/maischberger-am-25-03-2026/wdr/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtN2FlOTFiNGMtZmIzYy00YjFlLTg4MDYtMjcyNTVjMGM0NjRi Alle Sendungen in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/sendung/maischberger/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXI Außerdem zu Gast waren: Ralf Stegner, SPD (Bundestagsabgeordneter) Bernd Baumann, AfD (Parlamentarischer Geschäftsführer) Urban Priol (Kabarettist) Nena Brockhaus (Journalistin) Veit Medick (Stern) X: https://x.com/maischberger #talk #maischberger #Ukraine #Iran #USA #Russland
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