"Sagt Biden, er soll diesen Wahnsinn stoppen" – Assanges Verlobte verlangt seine Freiheit

4 monate vor


Die Verlobte von Julian Assange sowie eine Reihe weiterer einflussreicher Redner haben am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Genf die Freiheit Assanges gefordert. "Ich bin den Menschen in Genf, der Presse und der Stadt so dankbar, dass sie seine Freiheit fordern. Biden kommt in ein paar Tagen in die Stadt, und jeder sollte ihm sagen, dass er diesen Irrsinn beenden soll", sagte Assanges Verlobte Stella Morris. Dabei bezog sie sich auf den bevorstehenden Gipfel am 16. Juni zwischen US-Präsident Biden und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf. Zu den weiteren Rednern auf der Pressekonferenz, die Assanges Freiheit forderten, gehörte der UN-Sonderberichterstatter für Folter, Nils Melzer. "Dieser Fall ist wahrscheinlich einer der größten Justizskandale der Geschichte. Er kommt leicht auf das Niveau der Dreyfus-Affäre im letzten Jahrhundert. Es ist die Geschichte eines Mannes, der in unserem Teil der Welt verfolgt wird, weil er die Wahrheit gesagt hat", sagte Melzer. Der aus Australien stammende Journalist Julian Assange schaffte es 2010 auf zahlreiche Titelblätter internationaler Medien. Über die von ihm mitbegründete Plattform WikiLeaks, die zur anonymen Veröffentlichung sensibler Inhalte für Whistleblower geschaffen wurde, war das mittlerweile weltbekannte Video "Collateral Murder" veröffentlicht worden. Es zeigt US-Militärs im Irak, die das Feuer auf Zivilisten, darunter Kinder und Journalisten, eröffnen, was eine internationale Debatte über den US-Krieg auslöste. WikiLeaks veröffentlichte Hunderttausende weitere geheime US-Militärdokumente und Videos, die unter anderem Folter von Häftlingen und Tötungen von Zivilisten ans Licht brachten. Wenige Monate nach der Veröffentlichung von "Collateral Murder" sah sich Assange mit Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden konfrontiert. Er selbst bestritt, ein solches Verbrechen begangen zu haben. Während er sich in Großbritannien aufhielt, gaben die schwedischen Behörden einen internationalen Haftbefehl gegen ihn raus. Der Journalist stellte sich der Londoner Polizei und blieb auf Kaution und unter Auflagen wie dem Tragen einer elektronischen Fußfessel zunächst auf freiem Fuß. Assange war der Überzeugung, dass die Anschuldigungen ein Vorwand seien, um ihn zunächst nach Schweden und von dort in die USA auszuliefern. Er flüchtete deshalb in die ecuadorianische Botschaft in London und lebte dort im Exil bis zu seiner Verhaftung wegen Verletzung seiner Kautionsauflagen im April vor zwei Jahren. Seither ist er im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh inhaftiert. Zahlreiche Organisationen und Experten fordern Assanges Freilassung. Zudem stellten UN-Experten fest, dass Assange deutliche Symptome und Schäden aufgrund der psychischen Folter und dem jahrelangen Freiheitsentzug aufzeigt. Das zuständige Gericht im Auslieferungsverfahren um Assange entschied im Januar gegen eine Auslieferung, da es Bedenken hinsichtlich seiner psychischen Gesundheit und der möglichen Selbstmordgefahr im US-Gefängnissystem gäbe. Die US-Regierung hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Assange bleibt weiterhin inhaftiert, da bei ihm von einer großen Fluchtgefahr ausgegangen wird. Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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