Große Mengen Saharastaub treffen ab Dienstag auf Köln und NRW. Neben orangefarbenen Sonnenaufgängen droht auch Blutregen – mit unangenehmen Folgen für Autofahrer. Saharastaub und Blutregen erreichen ab Dienstag auch Köln und Nordrhein-Westfalen. Große Mengen Sand und Staub aus Nordafrika ziehen bereits seit dem Wochenende in höheren Atmosphärenschichten Richtung Europa. Am Dienstag, den 14. April, treffen auch stärkere Konzentrationen des Wüstenstaubs auf NRW und die Domstadt. Aktuelle Prognosen zeigen, dass eine Staubwolke aus Nordafrika bereits seit Montag über großen Teilen Deutschlands liegt. Die Folge: Der Himmel bleibt bedeckt, die Sonne kämpft sich nur vereinzelt durch die dichte Schicht. Dazu kommen weitere Regenschauer, die das Wetter in Nordrhein-Westfalen ungemütlich machen. Besonders unangenehm: Durch den Saharastaub droht sogenannter Blutregen, der Autos stark verschmutzen kann. Wetter Köln und NRW: Große Staubwolke – Saharastaub und Blutregen ziehen auf Die höchsten Konzentrationen von Saharastaub werden laut Prognosen am Dienstag erreicht. Dann zieht eine weitere Staubwolke von Norditalien über die Alpen nach Deutschland und kann sich dort ab den frühen Morgenstunden festsetzen. Mit etwas Glück zeigt das Naturphänomen auch seine schöne Seite: In Köln und Nordrhein-Westfalen sind dann besonders rötlich bis orange gefärbte Sonnenaufgänge möglich. Schon ab den Mittagsstunden soll der Saharastaub dann allerdings in Richtung Osten abziehen, sodass es in Köln und der Region auflockert . Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet vor allem gegen Abend wieder mit Sonne, die Temperaturen steigen auf 12 bis 17 Grad. Vor allem vormittags sind allerdings noch Regenschauer möglich, die den sogenannten Blutregen bringen können. Durch einen hohen Pollenflug kann es allerdings sein, dass die Auswirkungen des Blutregens insbesondere im Westen geringer ausfallen. Blutregen über Köln: Staubwolke bringt Ärger für Autofahrer Der Blutregen bringt den Staub aus der Atmosphäre in Richtung Boden, häufig bleibt dieser dann auf Autos oder Gartenmöbeln liegen und hinterlässt rötliche Flecken . Diese sind oft hartnäckig und lassen sich nur mit viel Mühe entfernen, hinterlassen aber keine bleibenden Schäden. In Köln ist Blutregen durchaus wahrscheinlich: Mehrere Wettermodelle erwarten in den kommenden Tagen Regenschauer. Das Modell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersagen (ECMWF) rechnet mit drei bis fünf Litern Regen pro Quadratmeter in Köln in den nächsten 24 Stunden. Das deutsche Modell ICON kommt auf ähnliche Werte. Das Schweizer Modell Swiss-MRF rechnet sogar mit fünf bis sieben Litern Regen, die den Saharastaub in Richtung Boden bringen könnten. Gewitterfront in NRW: Kommt nach dem Saharastaub noch einmal Schnee? Saharastaub entsteht durch Aufwirbelungen in der gleichnamigen Wüste, der Sand und Staub wird dabei hoch in die Atmosphäre getragen. Vor allem in Südeuropa kann die Luftqualität dadurch stark beeinträchtigt werden. Auch in Deutschland kam es im vergangenen Jahr aufgrund von Saharastaub zu teils erheblicher Verschlechterung der Luftqualität und Sicht durch Saharastaub . Erst am Wochenende hatten Gewitter und teilweise auch Frost Köln und weite Teile von Nordrhein-Westfalen erreicht . Die zuvor teils milden Temperaturen stürzten daraufhin in den einstelligen Bereich ab. Ein letztes Schnee-Comeback blieb dabei zunächst aus. Das ECMWF rechnet in einem aktuellen Modell aber zum Wochenende mit leichten Schneefällen in der Eifel.