Samsung stellt seine Nachrichten-App im Juli 2026 ein. Wer nicht rechtzeitig wechselt, kann keine SMS mehr verschicken. So gelingt der Umstieg. Samsung hat das Ende seiner hauseigenen Nachrichten-App "Samsung Mitteilungen" angekündigt. Ab Juli 2026 soll die Anwendung auf Galaxy-Smartphones keine SMS mehr verschicken können. Ausgenommen seien lediglich Notrufe und Nachrichten an hinterlegte Notfallkontakte. Das geht aus einer Mitteilung auf der US-Webseite des Herstellers hervor. Demnach gilt die Ankündigung offiziell zunächst nur für den US-Markt. Samsung plant derzeit nicht, seine Mitteilungs-App in anderen Ländern einzustellen. Da der Hersteller auf neueren Geräten wie dem Galaxy S26 aber bereits Google Messages vorinstalliert, scheint ein baldiger Wechsel auch hierzulande nur eine Frage der Zeit zu sein. 47 Schwachstellen: Samsung verteilt dringendes Update für Galaxy-Smartphones Galaxy A57 und A37: Das steckt in der neuen A-Klasse von Samsung Betroffen sind laut Samsung alle Geräte ab Android 12. Wer ein älteres Smartphone mit Android 11 oder einer früheren Version besitzt, könne die App weiterhin nutzen. Das genaue Datum der Abschaltung hänge vom Betriebssystem ab. Samsung zeigt es Nutzern direkt in der App an. Google Messages als Nachfolger Als Alternative empfiehlt Samsung die App Google Messages. Samsung arbeitet bereits seit 2018 mit Google zusammen, um den modernen Nachrichtenstandard RCS auf seinen Geräten zu etablieren. RCS gilt als Nachfolger der klassischen SMS. Er ermöglicht unter anderem Fotos und Videos in höherer Qualität, Lesebestätigungen und eine Anzeige, ob der Gesprächspartner gerade tippt, ähnlich wie bei WhatsApp . Voraussetzung ist, dass beide Seiten RCS aktiviert haben. Zwischen Android und iPhones mit iOS 18 oder neuer funktioniert das ebenfalls. Überdies bietet Google Messages einen verbesserten Spamfilter, der verdächtige Nachrichten mithilfe von KI erkennt, sowie die Möglichkeit, Chats zwischen Smartphone, Tablet und kompatiblen Galaxy-Smartwatches ab der Watch 4 fortzuführen. So funktioniert der Wechsel Samsung will Nutzer direkt in der alten App über den anstehenden Wechsel informieren und mit einer Anleitung durch den Umstieg führen. Alternativ lässt sich Google Messages manuell über den Play Store herunterladen. Danach muss die App in den Geräteeinstellungen unter "Apps" und "Standard-Apps" als neue Standard-SMS-App festgelegt werden. Bereits vorhandene Nachrichten werden dabei automatisch übertragen. Auf Geräten mit Android 14 oder neuerer Version ersetzt das neue Symbol laut Samsung automatisch das alte in der Startleiste. Wer noch Android 12 oder 13 nutzt, muss das App-Symbol dagegen von Hand auf den Startbildschirm ziehen. Zur Unterscheidung: Das bisherige "Samsung Mitteilungen"-Symbol zeigt eine weiße Sprechblase auf blauem Hintergrund mit drei waagerechten blauen Punkten. Google Messages ist an zwei überlappenden blauen Sprechblasen auf weißem Hintergrund zu erkennen. Einschränkungen für ältere Geräte und Smartwatches Bei Smartphones, die vor 2022 auf den Markt kamen, kann es laut Samsung während der Umstellung vorübergehend zu Unterbrechungen bei laufenden RCS-Chats kommen. Normale SMS seien davon nicht betroffen. Die Probleme sollen sich legen, sobald beide Gesprächspartner Google Messages verwenden. Besitzer älterer Samsung-Smartwatches mit dem Betriebssystem Tizen OS – also Modelle vor der Galaxy Watch 4 – müssen ebenfalls mit Einschränkungen rechnen. Google Messages läuft auf diesen Uhren nicht. SMS lassen sich laut Samsung zwar weiterhin lesen und versenden, der vollständige Nachrichtenverlauf wird auf den älteren Uhren aber nicht mehr angezeigt.