Sarah trifft ihre Retter - Welchen Spendern verdankt sie ihr Leben? | SWR Doku

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Sarah Schott spricht von „Lungenschwestern“, wenn sie an sich und Lena denkt. Lena ist die Tochter der verstorbenen Spenderin, deren Organ ihr das Leben gerettet hat. „Sie ist die wahre Heldin, und ich kann nur Danke sagen, dass ich hier sitzen darf.“ Die Idar-Obersteinerin ist so überwältigt von dem Geschenk, dass sie es kaum in Worte fassen kann. Im Juni 2019 hat Sarah Schott eine neue Lunge bekommen. Was für Familie Schott ein absolutes Wunder gewesen ist, war für Lena und ihre Angehörigen der schlimmste Tag. Mutter Regina starb an einem Aneurysma. Als es keine Rettung mehr gab, entschloss sich die Familie, vier Organe zu spenden. Reginas Lunge wurde bei Sarah transplantiert. Sarah und Lena haben sich durch das Internet kennengelernt. Ein Glücksfall, weil die Organspende normalerweise anonym abläuft. Jetzt treffen sich beide Familien, die der Spenderin und die der Empfängerin – etwas was öffentlich noch nie so gezeigt werden konnte; beide sind absolut glücklich darüber, dass alles so gekommen ist. Sarah leidet an Mukoviszidose, eine Erbkrankheit, die ihre Lunge verschleimen lässt. Ihre Schwester ist daran verstorben. Lange musste Sarah auf eine Spenderlunge warten. Ein Leben zwischen Hoffen und Bangen. Sie wusste, dass sie nicht mehr lange leben wird, wenn sie nicht schnell ein Organ bekommt. Vor knapp 3 Jahren war es dann so weit. Als sie die erlösende Botschaft erfuhr, wusste sie noch nicht, dass die Familie ihrer Spenderin nur ein paar Kilometer entfernt lebt. Wie unterschiedlich die beiden Familien diesen schicksalshaften Tag erlebten. Die eine konnte das Glück nicht fassen, die andere musste den Tod der Mutter und Ehefrau verkraften. Am Abend vor der Transplantation sitzt die Spenderfamilie zusammen und wünscht den Empfängern, trotz allen Schmerzes über den Verlust, viel Glück mit den Organen der verstorbenen Regina. Sarahs Operation glückte, ihr Körper nahm das neue Organ an. Seitdem lebt sie mit der Lunge von Regina, die sehr gut funktioniert. Lena und Sarah besuchen einen Klettergarten und testen das Organ. Sarah belastet sich sehr, ihre Lunge atmet und trägt sie weiter ohne Komplikationen durchs Leben. Auch ihre „Lungenschwester“ Lena ist begeistert und meint: „Es ist schön, meine Mama jetzt auch mit Sarah zu teilen.“ Sie möchte ihrer Mutter nochmal ein Gesicht geben. Seit Sarahs Transplantation wird ihr Immunsystem mit Medikamenten künstlich „heruntergefahren“, damit die fremde Lunge nicht abgestoßen wird. 250 Tabletten in der Woche muss sie einnehmen, eine massive Ladung Chemie, die dann 2020 Lymphdrüsenkrebs verursacht hat. Nach mehreren erfolglosen Therapien sind T-Zellen eine ihrer letzten Hoffnungen. Und tatsächlich rettet die Immunzellen-Therapie ihr erneut das Leben. Wieder ein Wunder. Der Name hinter der Blutspende: Nick aus Hannover. Sarah will wissen, wer er ist, wer ihr Leben gerettet hat. SWR-Autor Jürgen Schmidt durfte Sarah von Anfang an mit der Kamera begleiten und Höhen und Tiefen ihres Überlebenskampfes hautnah miterleben. Auch bei den emotionalen Begegnungen mit den Spendern bzw. den dazugehörenden Familien war er dabei. Hier könnt ihr die vorherige Reportage über sie sehen: Sarahs Kampf gegen den Krebs - Neue Therapie - neues Leben? https://youtu.be/NMUpu0xgJBk Diese SWR-Doku von Jürgen Schmidt trägt den Originaltitel: Sarah trifft ihre Retter - Welchen Spendern verdankt sie ihr Leben? Ausstrahlungsdatum: 20.07.2022 #swrdoku #swr #organspende Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert. Kanal abonnieren: https://www.youtube.com/c/SWRDoku Mehr Dokus finden Sie in unserem Kanal oder in der ARD Mediathek unter https://www.ardmediathek.de/swr/swr-dokumentationen/
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