Schlaue Leute – sie wollen kein Kanonenfutter sein: Putin über Gegner von ukrainischem NATO-Beitritt

4 monate vor


Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich am Mittwoch zu einem neuen Gesetzentwurf in der Ukraine geäußert und diesen scharf kritisiert. Dieser Gesetzentwurf für "indigene Völker in der Ukraine" würde Russen diskriminieren, laufe der Geschichte völlig zuwider und teile Menschen in zwei Klassen, was "absolut der Theorie und Praxis von Nazi-Deutschland" gleichkomme. Der Gesetzentwurf, der dem ukrainischen Parlament im letzten Monat vom Präsidenten Wladimir Selenskij als dringlich vorgelegt wurde, definiert die Rechte "indigener Völker" in der Ukraine und legt ihre Eigenschaften fest, einschließlich dessen, dass sie "keinen eigenen Staat außerhalb des Landes haben". Russische Politiker verurteilten das Gesetz ebenfalls und sagten, es würde Russen und andere ethnische Minderheiten davon ausschließen, in der Ukraine als indigene Völker zu gelten, und würde damit ihre Rechte einschränken. Putin warnte davor, dass diese Politik dazu führen könne, dass Hunderttausende Menschen das Land verlassen werden. "Dies wird dazu führen, dass Hunderttausende von Menschen, vielleicht Millionen, das Land verlassen müssen, weil sie keine Bürger zweiter Klasse sein wollen oder weil sie zu etwas anderem erklärt werden, als was sie eigentlich sind. Das ist ein starker und sehr ernster Schlag gegen das russische Volk als Ganzes. Und das kann uns natürlich nicht gleichgültig sein", so Putin. Putin äußerte sich auch zu einem möglichen NATO-Beitritt der Ukraine und den vielen Menschen, die gegen einen solchen Beitritt sind. Letztere bezeichnete er als kluge Menschen, die genau verstehen würden, was dies bedeuten könne. "Mindestens 50 Prozent der ukrainischen Bürger wollen nicht, dass das Land der NATO beitritt – und das sind kluge Leute. Ich sage das ohne Ironie, und nicht, weil die anderen dumm sind. Sondern weil diejenigen, die es nicht wollen, verstehen, dass sie sich nicht in der Schusslinie wiederfinden wollen. Sie wollen keine Bauernopfer oder Kanonenfutter sein. Außerdem fühlen sich diese Menschen wahrscheinlich als Teil unserer gemeinsamen Zivilisation und wollen nicht, dass ein Teil dieser Zivilisation gegen einen anderen Teil dieser Zivilisation ausgespielt wird, der gleichzeitig nach der Pfeife eines anderen tanzen muss. Das sind kluge Leute." Die NATO-Frage wurde erneut aufgeworfen, nachdem am Montag auf der Webseite des ukrainischen Präsidenten ein Bericht über ein Gespräch zwischen dem US-amerikanischen und dem ukrainischen Präsidenten veröffentlicht wurde. Darin hieß es, US-Präsident Joe Biden habe darüber gesprochen, wie wichtig es sei, der Ukraine einen Aktionsplan für die NATO-Mitgliedschaft zu geben. Die Erklärung wurde später geändert, wobei die Zeile über die NATO-Mitgliedschaft ganz entfernt wurde, nachdem US-Beamte gesagt hatten, dass das Gespräch falsch wiedergegeben worden sei. Putin fuhr fort, indem er feststellte, es gebe keine Garantien, dass die Ukraine nicht der NATO beitreten werde und dass Russland seine Verteidigungspolitik dementsprechend gestalten wird. "Meiner Meinung nach bedeuten die Rufe von jenseits des Ozeans in Richtung des ukrainischen Präsidenten nichts. Wir müssen das berücksichtigen und unsere Beziehungen im Bereich der Sicherheit entsprechend mit unseren nahen Nachbarn und denen, die heute die Außenpolitik der Ukraine vom Ausland aus steuern, aufbauen." Mehr auf unserer Webseite: https://de.rt.com/ Folge uns auf Facebook: https://www.facebook.com/rtde Folge uns auf Twitter: https://twitter.com/de_rt_com Folge uns auf Instagram: https://www.instagram.com/de_rt_com Folge uns auf Telegram: https://t.me/rt_de RT DE steht für eine Berichterstattung abseits des Mainstreams. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder ausgelassen wird.
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