Sturmtief "Elli" hat Deutschland im Griff, die Bahn stellt den Fernverkehr in Norddeutschland vollständig ein. Der Wettermoderator Jörg Kachelmann findet dafür klare Worte. Das Wetter in Deutschland wird in diesen Tagen von einem massiven Schneesturm beeinflusst. Neuschnee, glatte Straßen und Orkanböen lösten vielerorts ein Verkehrschaos aus. Jetzt äußert sich Wettermoderator Jörg Kachelmann . Er hat für viele Einschränkungen wenig Verständnis. Am Freitagvormittag stellte die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Norddeutschland vollständig ein , auch Verbindungen von und nach Berlin sowie Nordrhein-Westfalen waren betroffen. Kachelmann schrieb dazu auf der Plattform X: "Dass die Bahn bei dieser Wetterlage den Fernverkehr in Norddeutschland generell einstellt, macht mich völlig ratlos. Was für ein Land." Bereits am Donnerstag hatte die Bahn angekündigt, Verbindungen zu streichen. Reisende wurden gebeten, ihre Fahrt, wenn möglich, zu verschieben. "Unwetterartige" Zustände: Bis zu 20 cm Neuschnee in nur sechs Stunden Massive Probleme auf Autobahnen: Sturmtief "Elli" – Wetter-Newsblog Schneesturm: Mehrere Tote bei Unfällen Auch auf den Straßen löste "Elli" vielerorts Chaos aus: Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos starben in Niederbayern zwei Menschen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos auf einer Staatsstraße bei Reisbach ins Schleudern geraten, vermutlich wegen des Winterwetters. Das Fahrzeug geriet daraufhin auf die Gegenspur, es kam zum Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Auto. Ein Fahrer und sein Beifahrer erlitten tödliche Verletzungen, der Fahrer des anderen Wagens wurde laut Polizei schwer verletzt. Auf einer Staatsstraße bei Kirchenthumbach (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) ist ein 52 Jahre alter Autofahrer gestorben. Der Mann kam laut Polizei in einer Rechtskurve links von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Auto gegen einen Baum. Autobahnen nach Schneesturm abgeriegelt In Hessen mussten mehrere Autobahnen komplett abgeriegelt werden, nachdem sich Lastwagen auf eisiger und schneebedeckter Fahrbahn festgefahren hatten. Es kam zu kilometerlangen Staus. Wetterexperte Kachelmann äußerte sich zur Verkehrslage bereits am Donnerstag: Weil "viele Leute bei Schnee nicht autofahren können" und ungeeignete Reifen an den Fahrzeugen hätten, "wäre es morgen sinnvoll, im (nicht sehr großen) beschneiten und bewehten Streifen Schulen flächig zu schließen und auch Autobahnen zu sperren, bevor es den üblichen Freitagabend-50-km-Stau wegen eines querstehenden LKW gibt", so Kachelmann auf X. Sein Fazit: "Man könnte so viel Elend verhindern, wenn man wollte." Deutschland brauche eine Taskforce, "die die ganze Nacht aufbleibt" und organisiere, dass das Leben am Morgen einigermaßen weitergehen könne. Grundsätzlich sieht Kachelmann bei den aktuellen Wetterverhältnissen keine derart akute Lebensgefahr, vor der andere Meteorologen gewarnt hatten. Der Wetterexperte Karsten Brandt von donnerwetter.de sprach bei t-online etwa von lebensgefährlichen Situationen in den Gebieten, in denen laut Deutschem Wetterdienst Warnstufe Rot gilt. Kachelmann betonte: "Es ist eine beherrschbare Wetterlage, wenn Sie informiert sind."