Mit "Liebling Kreuzberg" gelang Anja Franke der TV-Durchbruch . Auch fast 30 Jahre nach dem Ende der Kultserie steht die Berlinerin noch hin und wieder vor der Kamera. Mitte der Achtzigerjahre hatten in Deutschland produzierte Vorabendserien Hochkonjunktur. Neben der "Lindenstraße" zogen auch West-Berliner Kiezserien wie "Praxis Bülowbogen" und "Liebling Kreuzberg" Millionen begeisterte Zuschauer vor die Flimmerkisten. In der letztgenannten Serie glänzte damals nicht nur Hauptdarsteller Manfred Krug als liebenswerter Anwalt, sondern auch Anja Franke als kesse Auszubildende. Die Tochter des deutschen Schauspielers, Autors und Regisseurs Holger Franke fand schon als Kind großen Gefallen an schauspielerischen Aktivitäten. Nach einigen kleineren Rollenparts in der "Sesamstraße" und im "Feuerroten Spielmobil" entschied sich Anja Franke für ein berufliches Dasein vor und hinter der Kamera. Zwischen den Jahren 1981 und 1984 machte sie dann ihre ersten Theatererfahrungen. Auf der Bühne des Berliner Logo-Theaters performte sie regelmäßig unter der Regie ihres Vaters. Im Jahr 1986 spielte sie die Hauptrolle in der Berlin-Romanze "Du mich auch", dem Debütwerk ihres damaligen Lebenspartners Dani Levy. Zwölf Jahre an der Seite von Manfred Krug Richtig bekannt wurde Anja Franke noch im selben Jahr durch ihre Rolle in der Fernsehserie "Liebling Kreuzberg". Mit dem Walkman in der Tasche und der klassischen rotzfrechen Icke-dette-kieke-ma-Attitüde spielte sich die damals 22-jährige Jungschauspielerin in Windeseile in die Herzen der Fernsehzuschauer. Zwölf Jahre verkörperte Anja Franke die kesse Anwaltsgehilfin Senta Kurzweg – eine Rolle, die ihr viele Türen öffnete. Am 17. März 1998 war dann Schluss. Heute vor 28 Jahren wurde die Serie abgesetzt. Anja Franke wirkte fortan in unzähligen Serien mit, darunter "Für alle Fälle Stefanie", "Wolffs Revier" und "Polizeiruf 110". Im Jahr 2004 glänzte sie auch im erfolgreichen Kinofilm "Alles auf Zucker!", einem Werk unter der Regie von Dani Levy. Für diesen Film schrieb ihr Vater das Drehbuch. Sie war stets präsent und doch auf dem Sprung. Kleinere Rollen hinterließen bei ihr und den Zuschauern genauso große Spuren wie eingesessene Parts, die sie über viele Jahre begleiteten. In der Rolle der "Rote Rosen"-Gärtnerin Merle Vanlohen begeisterte sie die Telenovela-Anhängerschaft mehr als zehn Jahre. Im September 2024 kam sie auch wieder zurück zu ihren "Wurzeln". 25 Jahre nach der letzten Folge der Kultserie "Liebling Kreuzberg" brachte die ARD den Klassiker in Form eines abendfüllenden Spielfilms zurück auf den Bildschirm. Mit dabei: Anja Franke als Rechtsanwaltsangestellte Senta Kurzweg. Der erste Film lockte 3,81 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme. Ein Jahr später zeigte die ARD eine zweite Folge. Auch die begeisterte die Fans, erreichte jedoch nur 2,61 Millionen Menschen.