Signal bekommt ein umfangreiches Update mit erweiterten Gruppenanrufen, besserer Organisation und neuen Desktop-Funktionen. Ein Überblick. Der WhatsApp-Konkurrent Signal hat für seinen Messenger ein umfangreiches Update veröffentlicht. Die neue Version bringt mehrere Verbesserungen für Android, iOS und die Desktop-Anwendung – darunter deutlich größere Gruppenanrufe und eine neue Funktion für die Organisation von Gruppenchats. Wie die Signal-Stiftung mitteilt, erlaubt der Messenger künftig Audio- und Videoanrufe mit bis zu 75 Teilnehmern. Zum Vergleich: Beim Konkurrenten WhatsApp liegt die Obergrenze derzeit bei 32 Personen. Teilen der Handynummer entfällt: WhatsApp führt Nutzernamen ein Russische Hacker: Geheimdienste warnen vor Angriff auf Signal und WhatsApp Die Funktion richtet sich demnach vor allem an Team-Meetings, Vereinstreffen oder größere Gemeinschaften. Wie bei allen Gesprächen über den Messenger bleiben auch die Anrufe mit mehreren Teilnehmern Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Neue Labels bringen Übersicht in Gruppen Außerdem führt Signal sogenannte Mitgliedslabels ein. Mit diesen können Nutzer in Gruppenchats eine kurze Beschreibung zu ihrem Profil hinzufügen, die für die anderen Mitglieder sichtbar ist. So lässt sich auf einen Blick erkennen, wer welche Rolle oder Funktion innerhalb der Gruppe hat. Die Labels können Text und Emojis enthalten. Die Funktion ist vor allem in größeren Gruppen nützlich, etwa in Arbeitsgruppen, Nachbarschaftschats oder Vereinen, in denen sich nicht alle Mitglieder persönlich kennen. Desktop-Version im Microsoft Store Signal erweitert zudem die Verfügbarkeit seiner Desktop-Anwendung: Das Programm ist ab sofort auch über den Microsoft Store erhältlich. Bisher konnten Windows-Nutzer die App ausschließlich über die Signal-Webseite herunterladen. Nach der Installation lässt sich Signal Desktop mit dem bestehenden Konto auf dem Smartphone verbinden. Ebenfalls neu: Fotos und Videos zur Einmalansicht lassen sich jetzt auch vom Desktop aus versenden. Bisher war das Empfangen solcher Medien am Computer bereits möglich, das Senden jedoch nur über das Smartphone. Medien zur Einmalansicht verschwinden automatisch, nachdem der Empfänger sie geöffnet hat.