Kriminelle stehlen immer wieder das Geld fremder Menschen. Dabei ist Schutz vor Überweisungsbetrug gar nicht so schwer. Ein Überblick. Dank Onlinebanking ist es heute einfacher denn je, sein Bankkonto zu verwalten und Geld zu verschicken – und das ganz bequem von zu Hause aus. Doch diese Bequemlichkeit birgt auch Risiken. Immer wieder gelingt es Cyberkriminellen, fremden Menschen ihr Geld zu stehlen. Wie ein guter Schutz vor Überweisungsbetrug aussieht, klärt dieser Artikel. Was ist Überweisungsbetrug? Bevor man sich Gedanken über einen möglichen Schutz macht, ist es zunächst einmal wichtig, zu verstehen, was Überweisungsbetrug überhaupt ist. Der Begriff beschreibt alle betrügerischen Handlungen, mit denen Angreifer darauf abzielen, sich unrechtmäßig Geld auf ein eigenes Konto überweisen zu lassen. Wie genau diese Überweisungen eingeleitet werden, ist unterschiedlich. Manchmal erbeuten die Angreifer dafür Banking-Zugangsdaten via Phishing oder Malware. Manchmal geben sie sich in einer E-Mail oder SMS sich als Geschäftspartner, Freund oder Verwandter aus, verschicken gefälschte Rechnungen oder verleiten ihre Opfer anderweitig dazu, das Geld selbst zu überweisen. Hin und wieder entsteht Überweisungsbetrug aber auch innerhalb von Unternehmen. Mitarbeiter nutzen ihre aus beruflichen Gründen bestehenden Zugriffsmöglichkeiten dann aus, um unrechtmäßig Zahlungen umzuleiten. Das Ziel dieser Betrugsart ist aber immer gleich: Die Angreifer wollen Geld stehlen. Auch interessant: So holen Sie eine Echtzeitüberweisung zurück Schnell bezahlen: So funktioniert die Echtzeit-Überweisung in 10 Sekunden Schutz vor Überweisungsbetrug: Darauf ist zu achten Sich vor Überweisungsbetrug zu schützen, ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, worauf man für optimalen Schutz achten muss. Die folgenden Punkte sind besonders wichtig: Die Ziel-Bankverbindung vor Ausführung einer Überweisung immer genau prüfen und gegebenenfalls aus verschiedenen Quellen abgleichen. Kam es erst kürzlich zu einer Änderung der Bankdaten des Empfängers, so sollte mit diesem nochmal telefonisch Rücksprache gehalten werden, um die Echtheit der neuen Daten zu verifizieren. Niemals auf Links oder Anhänge aus unbekannten Quellen klicken. Dies gilt sowohl für E-Mails als auch für SMS und Chatnachrichten. Kommt die Nachricht unerwartet, so besteht ein hohes Risiko, dass es sich um einen Phishing- oder Malware-Angriff handelt. Das kann auch dann der Fall sein, wenn der Absender augenscheinlich eine bekannte Person ist. Online-Konten, insbesondere solche mit Geldbezug, nach Möglichkeit immer mit einem sicheren Passwort sowie einer Zwei-Faktor-Authentifizierung schützen. Passwörter sollten mindestens zwölf Zeichen lang sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Zur sicheren Aufbewahrung empfiehlt sich ein Passwortmanager. Hat der Überweisungsbetrug bereits stattgefunden, so kommt oft jeder Schutz zu spät. In diesem Fall ist es ratsam, sich unverzüglich mit der Bank in Verbindung zu setzen. Gegebenenfalls kann diese die Buchung noch rückgängig machen. Zudem sollten Betroffene solche Vorfälle immer bei der Polizei zur Anzeige bringen. Jede Spur hilft den Strafverfolgern dabei, die Täter ausfindig zu machen.