So reagiert die Welt auf das Ende des Afghanistan Einsatzes | DW Nachrichten

1 monat vor


US- Präsident Biden konnte auch mit seiner Rede an die Nation seine Kritiker nicht überzeugen. Biden steht unter Druck. Die Republikaner, aber auch seine eigenen Demokraten kritisieren den Truppenabzug aus Afghanistan als überstürzt und chaotisch. Für Biden sei das unvermeidbar gewesen. Mit dem Abzug der US- Soldaten aus Afghanistan sei für ihn die Ära großer Militäreinsätze zum Aufbau fremder Nationen beendet. Er wolle sich auf die Sicherheitsinteressen der USA konzentrieren. Diese sieht er im Wettbewerb mit China, Rußland und durch Cyberangriffe und nukleares Wettrüsten gefährdet Die neue Realität hat Heiko Maas sehr schnell eingeholt. Derselbe Außenminister, der noch vor wenigen Wochen eine schnelle Machtübernahme der Taliban ausgeschlossen hatte, bemüht sich jetzt um eine Verständigung mit ihnen als Sieger. "Es führt überhaupt kein Weg vorbei an Gesprächen mit den Taliban." Denn: "Wir können uns Instabilität in Afghanistan nicht leisten", so Maas am Dienstag in Doha, einer der Stationen seiner Reise. Sogar eine Wiedereröffnung der deutschen Botschaft in Kabul ist denkbar. Der Außenminister beeilt sich zu sagen, das würde keine völkerrechtliche Anerkennung der Taliban bedeuten. Aber solche diplomatischen Floskeln können die Hilflosigkeit nicht verbergen. Es ist das alte Dilemma: Wenn man irgendeinen Einfluss in einem Land haben will, und sei es auch nur, um humanitäre Hilfe zu leisten, muss man Kontakt zu denen haben, die das Land kontrollieren. Egal, was man von ihnen hält. DW Deutsch Abonnieren: http://www.youtube.com/user/deutschewelle?sub_confirmation=1 Mehr Nachrichten unter: https://www.dw.com/de/ DW in den Sozialen Medien: ►Facebook: https://www.facebook.com/deutschewellenews/ ►Twitter: https://twitter.com/dwnews ►Instagram: https://www.instagram.com/dwnews/
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