Der Sonntagabend ist für viele Menschen in Deutschland verplant – für den neuen ARD-Krimi. Die "Tatort"-Folge diese Woche führt nach Frankfurt. Sonntag, 20.15 Uhr – dieser Termin ist seit Jahrzehnten gesetzt: Dann beginnt im Ersten entweder der "Tatort" oder ein neuer "Polizeiruf 110". Seit 1970 verfolgen Millionen Menschen regelmäßig neue Kriminalfälle aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten. Verschiedene Ermittlerteams klären in 90 Minuten Mordfälle auf: ein deutsches Erfolgsrezept. Dieses Kommissaren-Duo ermittelt in "Fackel" Sonntagabend, 22. März 2026 , um 20.15 Uhr, zeigt die ARD den neuen "Tatort" aus Frankfurt . Die Kollegen Maryam Azadi (Melika Foroutan) und Hamza Kulina (Edin Hasanović) ermitteln zum dritten Mal gemeinsam im Fall mit dem Titel " Fackel ". Darum geht es in "Tatort": "Fackel" Im neuen "Tatort" geht es um einen Cold Case: 13 Menschen kamen bei einem Hochhausbrand ums Leben, nun – nach Jahren ohne wirkliche Ergebnisse – stehen die Ermittlungen kurz davor, eingestellt zu werden. Um das zu verhindern kontaktiert Almila, deren Mutter bei dem Brand starb, ihren Exfreund Hamza und bringt den Ermittler dazu, den Fall genauer zu untersuchen. Gemeinsam mit seiner Kollegin Maryam beginnt Hamza den Fall neu aufzurollen. Bald stoßen sie auf Hinweise, dass Dämmmaterial nicht vorschriftsmäßig verbaut wurde. Der Chef der verantwortlichen Baustofffirma bewegt sich in politischen Kreisen und ist den Ermittlern ein Rätsel. Nachdem immer mehr Ungereimtheiten ans Tageslicht kommen und die Ermittler der Wahrheit näher kommen, geraten sie selbst in Gefahr. Der Fall hat für Hamza durch die Verbindung zu seiner Exfreundin persönliche Relevanz. Gleichzeitig greift dieser "Tatort", wie schon der vorherige Fall aus Frankfurt , auf Inspiration aus der Realität zurück. 2017 brannte der Grenfell Tower in London nieder. Die Tragödie nahm 72 Menschen das Leben. An der extremen Brandentwicklung waren unter anderem leicht brennbare Baustoffe beteiligt. Kommende "Tatort" und "Polizeiruf 110"-Termine im Überblick Die kommenden Sendetermine sind wie folgt geplant: "Polizeiruf 110" : "Goldraub" – Sonntag, 29. März 2026, um 20.15 Uhr "Tatort" aus München : "Unvergänglich, Teil 1" – Sonntag, 5. April 2026, um 20.15 Uhr "Tatort" aus München : "Unvergänglich, Teil 2" – Montag, 6. April 2026, um 20.15 Uhr Während der "Tatort" 1970 in der Bundesrepublik als Antwort der ARD auf die erfolgreiche ZDF-Serie "Der Kommissar" ins Leben gerufen wurde, ist der "Polizeiruf 110" ein Konzept aus der ehemaligen DDR. Nach der Wiedervereinigung führten die ARD-Anstalten das Format weiter. Dennoch ist der "Polizeiruf" deutlich seltener zu sehen als sein Pendant. Gespielt wird dabei nicht immer nur am Sonntag: Auch an Feiertagen wie Neujahr, Ostermontag oder dem zweiten Weihnachtstag sendet die ARD neue Folgen. In der Sommerpause hingegen – meist zwischen Ende Juni und Ende August – werden Wiederholungen gezeigt. "Tatort" versus "Polizeiruf 110": ein ungleiches Duell Von rund 40 Erstausstrahlungen bei den Sonntagskrimis, die Das Erste pro Jahr zeigt, sind in der Regel 7 bis 10 Folgen aus dem "Polizeiruf 110"-Kosmos. Das Ungleichgewicht liegt auf der Hand: Während es insgesamt 22 aktive Teams beim "Tatort" gibt, schicken beim "Polizeiruf 110" lediglich fünf Städte ihre Kommissare ins Rennen. Die beiden Krimiklassiker der ARD haben sich trotz wachsender Konkurrenz, Mediatheken, Streamingdiensten und veränderter Sehgewohnheiten etabliert. Keine andere fiktive TV-Marke verfügt über eine solche Strahlkraft. Reichweiten unter sechs Millionen Zuschauern sind die Ausnahme, "Tatort"-Teams wie das Münster-Duo brechen nahezu alljährlich Quotenrekorde.