Boris Becker will nicht mehr als Tennis-Trainer arbeiten. Stattdessen setzt er auf neue berufliche Ziele – und mehr Zeit für die Familie. Der sechsmalige Grand-Slam-Sieger Boris Becker hat eine Rückkehr auf die Profi-Tour als Trainer ausgeschlossen. Das erklärte der 58-jährige Ex-Tennisstar am Rande der Laureus World Sports Awards in Madrid. Als informeller Berater steht er einzelnen Spielern aber weiterhin zur Verfügung. Tennis: Ehemalige Nummer eins holt Ex-Trainer von Rafael Nadal In einer Medienrunde sagte Becker: "Ich möchte keine Namen nennen, aber ich wurde oft gefragt, ob ich in den Trainer-Zirkus zurückkehren möchte, habe aber abgelehnt." Seinen Fokus legt er auf die Tätigkeit als TV-Experte: "Ich habe andere berufliche Ziele – ich arbeite viel mehr im Medienbereich. Das könnte ich nicht tun, wenn ich wieder als Coach in Vollzeit arbeiten würde." Telefonische Beratung schließt Becker dagegen nicht aus. Er sagte: "Ich habe immer gesagt, dass ich offen für Telefonanrufe bin, wenn mich jemand von den Jungs anrufen will – und vielleicht haben sie das getan. Ich teile ihnen immer meine Sichtweise mit. Aber: Ohne, dass A jemand davon weiß. Und B, dass ich auf den Trainingsplatz zurückkehre." Becker: Familienzuwachs "nimmt viel Zeit in Anspruch" Nach seiner aktiven Karriere hatte Becker den früheren Weltranglisten-Ersten Novak Djoković mit großem Erfolg trainiert. Zwischen Ende 2013 und Ende 2016 führte er den Serben zu sechs Grand-Slam-Titeln. Im Anschluss war er von August 2017 bis Ende 2020 als "Head of Men's Tennis" für den Deutschen Tennis Bund tätig. Von Oktober 2023 bis Februar 2024 folgte ein Kurzzeit-Engagement beim dänischen Top-Ten-Profi Holger Rune, Beckers bislang letzter Trainer-Tätigkeit. Er habe eine wundervolle Zeit gehabt, "aber meine Zeit als Trainer ist vorbei", bekräftigte Becker. "Ich habe Familienzuwachs bekommen – das alles nimmt viel Zeit in Anspruch und ich habe einfach andere berufliche Ideen für mein Leben." Becker ist seit vielen Jahren bei TV-Sender Eurosport im Rahmen der Grand-Slam-Berichterstattungen von den Australian Open und den French Open als Experte im Einsatz. Ebenso beim kostenpflichtigen Streamingdienst Sporteurope.TV, wo die US Open übertragen werden. Zudem betreibt er mit Ex-Spielerin Andrea Petković einen eigenen Podcast, in dem er das aktuelle Tennisgeschehen unter die Lupe nimmt.