Daniiel Medwedew ist kein großer Fan von Tennis auf einem Sandplatz. Warum das so ist, war am Mittwoch gut zu sehen. 49 Minuten dauerte das Match – dann war es vorbei. Beim ATP-Masters in Monte-Carlo hat der Russe Daniil Medwedew gegen den Italiener Matteo Berrettini mit 0:6, 0:6 verloren und damit zum ersten Mal in seiner Karriere keinen einzigen Punkt gewonnen. Zwischendurch zerhackte Medwedew aus Frust seinen Schläger, bevor er bedient vom Platz stapfte. Seine Abneigung gegen Sandplätze ist bekannt. "Ich mag es nicht, für mich ist es einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht", hatte er einmal gesagt. Vor dem Match in Monte-Carlo klang er diesmal aber anders: "Ich habe in den letzten Jahren gelernt, auf Sand besser zu spielen. Ich verstehe das Spiel besser." Berrettini staunte nach dem Match über sich selbst. "Das war definitiv eine der besten Leistungen in meinem Leben. Ich habe vielleicht drei Bälle verschlagen", sagte der Italiener. Den ersten "Double Bagel" seiner Karriere habe er nie und nimmer erwartet, fügte er hinzu. Dabei war Medwedew zuletzt stark: In dieser Saison gewann er Turniere in Brisbane und Dubai. Im Finale beim Masters von Indian Wells brachte er Weltranglistenersten Jannik Sinner an den Rand einer Niederlage. Auf Sand steht sogar ein Titel in seiner Karriere: 2023 gewann er das Masters in Rom. 2019 stand er in Monte-Carlo im Halbfinale.