Tesla-Unfall in Schwerte (NRW): Anklage erhoben – "Automatik versagte"

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Ein Tesla geht in Flammen auf, drei Menschen sterben. Jetzt liegt die Anklage vor – und das Kraftfahrtbundesamt soll ebenfalls eingeschaltet worden sein. Nach einem tödlichen Tesla-Unfall mit drei Toten im vergangenen Herbst im nordrhein-westfälischen Schwerte hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Ein 57-Jähriger aus Schwerte müsse sich wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung verantworten, meldeten der WDR und weitere Medien übereinstimmend. Der Autofahrer soll laut Anklage am 7. September vergangenen Jahres den von hinten kommenden Tesla bei einem Überholmanöver behindert haben. Daraufhin verlor der 43 Jahre alte Tesla-Fahrer die Kontrolle über sein Elektroauto und krachte gegen einen Baum. Der Wagen fing sofort Feuer. Massenpanik in Haiti: 30 Tote an Unesco-Welterbe – "tragischer Vorfall" Fahrer konnte wohl nicht rechtzeitig bremsen: Österreichischer Kanzler nach Autounfall wohlauf An Bord des Tesla saßen neben dem Fahrer noch drei Kinder im Alter von neun Jahren, die laut "Bild" und WDR auf dem Weg zu einem Kindergeburtstag waren. Nur eines der drei Kinder konnte sich aus dem Wagen retten – der Mann sowie die beiden Neunjährigen verbrannten in dem Auto. Unfall mit Tesla: Zeuge wollte helfen, konnte aber nicht Der Unfall hatte Entsetzen ausgelöst und bereits kurz danach den Fokus auf die Sicherheitsmechanismen des Tesla gelenkt. Ein Augenzeuge sagte damals den "Ruhr Nachrichten", er habe noch versucht, die Insassen aus dem Fahrzeug zu ziehen. "Ich habe versucht, das Auto aufzumachen, das ging aber nicht", so der Zeuge. Offenbar ließen sich die Türen von außen nicht mehr öffnen. Tesla verbaut in seinen Wagen versenkbare Türgriffe, die bei Annäherung automatisch ausfahren sollen. Funktioniert der Mechanismus nicht, etwa weil die Stromzufuhr unterbrochen wird, lassen sich die Türen von außen in der Regel nicht öffnen. Am Samstagabend meldete die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein erstelltes Gutachten zu dem Unfall: Die automatische Tür- und Fensteröffnung des Tesla, die sich nach einem Unfall aktivieren sollte, habe nicht funktioniert. Staatsanwalt Tobias Schülken sagte der Zeitung: "Warum diese Automatik versagte, konnte der Experte nicht feststellen." Den Tod der Insassen könne man daher nicht dem Hersteller vorwerfen. ADAC warnte vor Türgriffen Nach "Bild"-Informationen hat auch das Kraftfahrtbundesamt Kenntnis von dem Gutachten, sich aber für nicht zuständig erklärt: Die offizielle Zulassung für Tesla-Türverschlüsse stamme von einer niederländischen Behörde. "Etwaige Rückrufe können nur von der Behörde initiiert werden, die die Genehmigung erteilte", teilte ein Sprecher mit. Bereits im März 2024 hatte der ADAC vor versenkbaren Türgriffen als "Sicherheitsrisiko" gewarnt. "Selbst professionelle Rettungskräfte brauchen länger, um an die Insassen zu gelangen, wenn sich die Türen nicht einfach öffnen lassen", teilte der Verein mit. "Aus Sicht des Mobilitätsclubs garantiert eine mechanische Lösung für das Ausfahren der Türgriffe die besten Chancen, nach einem Crash die Türen von außen öffnen zu können."
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