"Avatar" wieder im Kino: "Wie soll das funktionieren?"

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"Avatar" kommt nach 13 Jahren erneut in die Kinos. Die beiden Hauptdarsteller Zoe Saldana und Sam Worthington erinnern sich an den Dreh – und einen Anruf."Oh Mann" stöhnt Sam Worthington und schüttelt mit dem Kopf. "Weißt Du, was? Seitdem ging es für mich nur bergab", entfährt es dem Australier im virtuellen Exklusivinterview mit t-online. Neben ihm sitzt Zoe Saldana und bricht in Lachen aus. "Ich bin gebrandmarkt", fährt Worthington fort.Die beiden Hollywoodstars sind aus Los Angeles zugeschaltet, um über den Film zu sprechen, der für beide der Karrieredurchbruch war – oder, wie es Worthington augenzwinkernd sagt, zumindest ihn gebrandmarkt habe: "Avatar – Aufbruch nach Pandora".13 Jahre nach seinem ursprünglichen Kinostart 2009 kommt der erfolgreichste Film der bisherigen Kinogeschichte an diesem Donnerstag wieder in die Kinos, für zwei Wochen, in Ultra-HD. Über 2,78 Milliarden US-Dollar hat der Film bisher eingespielt, in den kommenden Tagen dürfte noch einiges dazukommen.Das bahnbrechende, bei Erstveröffentlichung revolutionäre Werk von Regie-Impressario James Cameron begeistert in seiner technischen 3D-Umsetzung noch heute. Die Re-Release soll auch auf "Avatar 2" vorbereiten – die seit Jahren schon mit Spannung erwartete Fortsetzung wird im Dezember in die Kinos kommen."Wie ein Traum""Ich habe erst neulich gelesen, dass Filme gefühlte Erinnerungen sind. Das ist doch eine super Beschreibung", sagt Worthington, der im Film den querschnittsgelähmten Ex-Marine Jake Sully spielt. Im Jahr 2154 wird Sully über ein spezielles Programm in die Kultur der komplett mittels Motion Capturing erschaffenen, hünenhaften, blauen Na'vi um Häuptlingstocher Neytiri (Saldana) eingeschleust, deren Planet von den Menschen als Rohstofflieferant genutzt wird. Ein Film über Raubbau an der Natur, über Verständigung zwischen verschiedenen Völkern, über Rassismus, Militarismus, Gier – die zahlreichen Themen sind seit Jahren schon Gegenstand von Abhandlungen und Studien. Worthington beschreibt den Nachhall des Films: "'Avatar' fühlt sich wie ein Traum an, der sich in den Menschen verfangen hat.""Ich weiß noch wie heute, als ich damals den Anruf bekam – nicht den Anruf, dass ich die Rolle bekomme, sondern den Anruf: 'James Cameron möchte Dich treffen'", erinnert sich Saldana. "Und ich weiß auch noch, wie aufgeregt und nervös ich war. Und dann kam heraus: Er möchte, dass ich Teil seines Projekts werde. Der Rest war dann ein Tag auf dem Spielplatz", lacht die New Yorkerin, die durch den Film zum Star wurde. Auch in anderen Filmuniversen spielt sie seitdem tragende Rollen: als Gamora in Marvel-Streifen wie "Guardians of the Galaxy" oder "Avengers: Endgame"."Jim hat die Messlatte sehr hoch gelegt"Worthington scherzt: "Ich habe mir nur gedacht: Wie soll das funktionieren? Und Du bezahlst mich dafür, da mitzuspielen? Klasse!" Gerade die Arbeit mit "Titanic"- und "Terminator"-Schöpfer Cameron habe den Reiz ausgemacht – und sei eine besondere Erfahrung: "Ich vergleiche das gerne mit einem kleinen Kind", erklärt Saldana. "Wenn ein Kind wirklich geliebt wird, dann fällt es ihm auch leichter, diese Liebe später zurückzugeben. Und so war für mich auch die Erfahrung, mit Jim (Cameron, Anm. der Red.) zusammenzuarbeiten, der so geduldig und respektvoll ist und seine Gedanken mit uns teilt.""Er ist ein klassischer Geschichtenerzähler", ergänzt Worthington, und Saldana stimmt zu: "Er weiß ganz genau, was er will, und weiß durch seine kommunikative Art auch genau, wie er uns das vermittelt." Sie bestätigt, halb im Spaß: "Er hat die Messlatte für mich also sehr hoch gelegt", was die Arbeit mit anderen Regisseuren angehe. Seit Jahren schon arbeiten beide und ein Großteil der Besetzung des ersten Films bereits wieder mit dem 58-Jährigen zusammen, auf "Avatar 2" folgen weitere Fortsetzungen.Die nun entstehende Filmreihe sei Camerons Herzensprojekt: "Er hat einen beträchtlichen Teil seines Lebens 'Avatar' gewidmet und dafür, den Film in der Welt zu verbreiten", sagt Worthington. "Er hat sich ganz dieser Geschichte und diesen Filmen verschrieben." Und Millionen Fans weltweit mit ihm.
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