Traditionsreiche Baufirma aus Bayern meldet Insolvenz an

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Das Traditionsunternehmen aus Süddeutschland hat Insolvenz angemeldet. Laufende Bauprojekte sind betroffen, die Zukunft der Firma bleibt unklar. Eine traditionsreiche Baufirma aus Unterfranken hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen Franz Reiniger aus Hösbach mit langer regionaler Geschichte steckt offenbar in massiven wirtschaftlichen Schwierigkeiten, wie das "Main-Echo" berichtet. Demnach habe Geschäftsführer Philipp Reininger den Antrag auf ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Aschaffenburg gestellt. Ziel sei es, die insolvente Firma zu sanieren und weiterzuführen. Die angespannte Lage in der Bauwirtschaft habe das Familienunternehmen in erhebliche Schieflage gebracht. Nach Angaben des Geschäftsführers hätten steigende Kosten, Projektverzögerungen und Zahlungsausfälle öffentlicher Auftraggeber zur Krise beigetragen. Insolvenz betrifft auch laufende Baustellen Besonders betroffen sind durch die Insolvenz auch öffentliche Bauprojekte in der Region. Laut "Main-Echo" ruht der Betrieb derzeit auf mehreren Baustellen, etwa in Aschaffenburg, Hösbach und Goldbach. Der Landkreis Aschaffenburg bestätigte, dass etwa bei einem Schulprojekt in Hösbach momentan keine Arbeiten stattfinden. Man hoffe jedoch auf eine baldige Lösung, hieß es aus dem Landratsamt. Das Familienunternehmen wurde bereits 1931 gegründet und galt lange Zeit als zuverlässiger Partner für Hoch- und Tiefbauprojekte in der Region. Philipp Reininger hatte die Firma vor einigen Jahren in vierter Generation übernommen. Der Unternehmer zeigte sich im Gespräch mit der Zeitung enttäuscht über das Verfahren, betonte aber zugleich: "Ich sehe die Insolvenz als Chance, die Firma neu aufzustellen." Insolvente Firma kein Einzelfall – zunehmender Druck in der Bauwirtschaft Der Fall Reininger ist kein Einzelfall. Auch bundesweit melden Bauunternehmen verstärkt wirtschaftliche Probleme und Insolvenzen an. Gründe sind vor allem stark gestiegene Materialkosten, Fachkräftemangel und stockende Auftragsvergaben, insbesondere durch öffentliche Träger. Die Lage am Bau ist insgesamt angespannt. Wie es konkret mit dem insolventen Traditionsunternehmen weitergeht, ist derzeit noch offen. Zunächst wird ein Insolvenzplan erstellt. Sollte die Sanierung gelingen, könnte das Unternehmen weitergeführt werden. Andernfalls droht die Abwicklung.
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