Triell der Spitzenkandidaten: Weiterer Etappensieg für Olaf Scholz | DW Nachrichten

1 monat vor


Das zweite Triell, die Spitzenkandidaten-TV-Sendung von ARD und ZDF braucht nicht lange, um die beiden Haupt-Streithähne gegeneinander aufzubringen: Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat vergangene Woche eine Razzia im Finanzministerium von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz durchgeführt, es geht um Geldwäsche oder besser um die Frage, ob Scholz als Minister energisch genug dagegen vorgegangen ist. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, greift Scholz frontal an: "Wenn mein Finanzminister so arbeiten würde wie Sie, dann hätten wir ein Problem." Scholz kontert, gegen sein Ministerium werde gar nicht ermittelt, sondern die Staatsanwaltschaft habe lediglich Informationen erhalten wollen: "Herr Laschet, Sie müssen sich vorwerfen lassen, ganz klar: Diesen falschen Eindruck haben Sie absichtlich erweckt." Annalena Baerbock, die Grünen-Vorsitzende und Kanzlerkandidatin, deren Partei noch im Frühjahr manche Umfrage angeführt hat, kommt auch wegen dieser Zuspitzung zwischen Union und SPD in der gut 90-minütigen Sendung zunächst so gut wie gar nicht vor im Streit der beiden Männer. Immer wieder fallen sich die beiden Politiker ins Wort, Baerbock schweigt. Sie richtet ihren Fokus auf die Zukunft, hebt immer wieder hervor, wie eine von ihr geführte Regierung soziale Gerechtigkeit und den Kampf gegen den Klimawandel in Einklang bringen will. Zwei Wochen vor der Wahl dominiert die Innenpolitik. Auffällig ist: Es geht um die Rente, um Steuern, um Bürokratie, um die Idee einer Bürgerversicherung. Klar zu merken ist dabei auch, dass SPD und Grüne sich bei diesen Themen näher sind. Die Außenpolitik kommt bei der Debatte kaum vor, kein Wort zu Afghanistan, auch nicht zum Jahrestag der Anschläge des 11. September. Auch die Themen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus oder die Spaltung der Gesellschaft werden nicht angesprochen. Umfragen im Anschluss an das Triell sehen Olaf Scholz als Gewinner. Wolfgang Schroeder, Politikwissenschaftler der Uni Kassel, analysiert das Triell. #BTW21 #Triell #Bundestagswahl DW Deutsch Abonnieren: http://www.youtube.com/user/deutschewelle?sub_confirmation=1 Mehr Nachrichten unter: https://www.dw.com/de/ DW in den Sozialen Medien: ►Facebook: https://www.facebook.com/deutschewellenews/ ►Twitter: https://twitter.com/dwnews ►Instagram: https://www.instagram.com/dwnews/
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