Übelkeit nach zu viel Alkohol ist ein Warnsignal des Körpers. Was bei heftigen Beschwerden zu tun ist und wie lange die Übelkeit bleibt, erfahren Sie hier. Alkohol ruft zahlreiche Beschwerden hervor – kein Wunder: Was gemeinhin als Genussmittel bezeichnet wird, ist aus medizinischer Sicht nichts anderes als ein Gift. Einige seiner unangenehmen Auswirkungen treten bereits während des Rausches ein, andere erst am nächsten Tag im Rahmen des berüchtigten "Katers". Übelkeit und Erbrechen zählen neben Kopfschmerzen zu den bekanntesten Symptomen einer Alkoholvergiftung und eines Katers. Oftmals klingen die Magenbeschwerden recht schnell von selbst wieder ab – in bestimmten Fällen können sie aber riskante Ausmaße annehmen. Wann Übelkeit nach Alkohol zur Gefahr wird Ob einer Person im Rausch übel wird, und wenn ja, ab welchem Blutalkoholspiegel, ist individuell verschieden. Häufig treten Übelkeit und Erbrechen ab einem Pegel von etwa 1,5 Promille auf. Dieser Wert markiert bereits den Beginn einer mittelschweren Alkoholvergiftung. In diesem Stadium tritt die sedierende, also dämpfende Wirkung der Droge zunehmend in den Vordergrund, weshalb die Betroffenen neben Übelkeit meist auch Benommenheit verspüren. Wer trotz dieser Symptome weitertrinkt, geht ein Risiko ein, denn die Kombination aus Übelkeit und Sedierung kann zur ernsten Gefahr werden: Im schlimmsten Fall verliert die oder der Betroffene das Bewusstsein, übergibt sich und erstickt am Erbrochenen. Verhindern lässt sich das, indem die betrunkene Person in die stabile Seitenlage gebracht wird. Wie genau diese Position aussieht und welche Schritte nötig sind, um jemanden in diese Position zu bringen, lässt sich am besten und schnellsten anhand von Bildern veranschaulichen. Hilfreich ist etwa diese Erklärung der Organisation Deutsches Rotes Kreuz. Darüber hinaus sollten Umstehende den Rettungsdienst rufen: Bewusstlosigkeit nach zu viel Alkohol zeugt von einer schweren Alkoholvergiftung – und die ist ein medizinischer Notfall. Was tun gegen Übelkeit nach zu viel Alkohol? Hat die Übelkeit noch keine besorgniserregenden Ausmaße angenommen und ist die oder der Betroffene bei Bewusstsein, sind meist keine besonderen Maßnahmen nötig, um die Beschwerden unter Kontrolle zu bringen. Die betrunkene Person sollte vor allem keinen weiteren Alkohol zu sich nehmen, um ihren Zustand nicht weiter zu verschlimmern. Abgesehen davon hilft nur: abwarten und Tee trinken – oder etwas anderes Alkoholfreies, das den Körper mit Salzen und Flüssigkeit versorgt, zum Beispiel Brühe, und den Magen nicht zusätzlich reizt. Wenn die Beschwerden belastender sind, können unter Umständen bestimmte Arzneimittel zur Linderung beitragen. Einige Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen gibt es in der Apotheke ohne Rezept zu kaufen. Sie können aber Nebenwirkungen hervorrufen und sind für bestimmte Personengruppen nicht geeignet. Deshalb sollte die betroffene Person zuvor mit der Hausärztin oder dem Hausarzt abklären, ob solch ein Mittel in ihrem Fall infrage kommt oder nicht. Ein Termin in der hausärztlichen Praxis steht auch an, wenn die Übelkeit nicht nachlässt und mit Bauchschmerzen einhergeht. In diesem Fall könnte eine Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) dahinterstecken. Wie lange bleibt die Übelkeit nach Alkohol? Die Dauer der Übelkeit und der anderen Beschwerden hängt von dem Ausmaß der Alkoholvergiftung und den individuellen körperlichen Voraussetzungen der Person ab. Grundsätzlich kann ein Kater einen bis drei Tage anhalten.